Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Das Red Bull-Geheimnis von Ungarn

Konkurrenz staunt über schnelle Red Bull

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 29 Bilder

Red Bull demontierte die Konkurrenz. Sebastian Vettels Bestzeit lag 1,2 Sekunden unter der schnellsten Runde der Konkurrenz. Ferrari-Pilot Fernando Alonso bedauerte: "Ich fahre hier nur um Platz drei." Doch was macht die Red Bull am Hungaroring so schnell?

31.07.2010 Michael Schmidt

Mark Webbers Spruch ist eine Ohrfeige für die Konkurrenz. "Interessant ist nur der Start. Danach geht es für uns nur noch darum, nicht einzuschlafen." Der Satz trifft das Kräfteverhältnis nach dem Abschlusstraining zum GP Ungarn. Red Bull, und der Rest der Welt.

Klassenunterschied in Ungarn

1,2 Sekunden trennten Sebastian Vettel vom Drittplatzierten Fernando Alonso. Das ist ein Klassenunterschied. Die Demontage der Gegner erinnerte an Barcelona. Und die Fachwelt fragt sich, warum Red Bull so schnell ist. Pole-Mann Sebastian Vettel hat die Antwort: "Es liegt an der Rennstrecke. Die Autos haben sich seit letzter Woche in Hockenheim kaum verändert. Vor sechs Tagen war Ferrari leicht schneller als wir. Jetzt liegen sie 1,2 Sekunden zurück. Der einzige Unterschied zwischen jetzt und letzter Woche ist die Rennstrecke. So wie der Hockenheimring Ferrari gepasst hat, liegt uns der Hungaroring."

Für Teamchef Christian Horner ist der Fall klar: "Hier gibt es nur eine kurze Gerade und lauter Kurven. Das ist unser Revier." Im Top-Speed fehlen Vettel 3,3 km/h auf Hamiltons McLaren. Dafür kommt er aus der 250 km/h schnellen Kurve 11 um 5,5 km/h schneller raus als der Engländer. Dieser Vorteil mit 14 multipliziert ergibt eben dann diesen Erdrutschsieg.

Glock: "Red Bull-Auto ist ein Traum"

Den Hauptteil des Vorsprungs haben die Red Bull-Piloten im Mittelsektor der Rennstrecke geholt. Der ist auf 1,5 Kilometer mit acht Kurven gespickt. Fernando Alonso verlor allein hier sieben Zehntel auf Vettel. Bei Lewis Hamilton waren es 1,2 Sekunden. Da tröstet es nicht, dass der Rückstand in den anderen Passagen gnädig ausfiel.

Robert Kubica wundert der vernichtende Vorsprung der Red Bull in Sektor zwei nicht: "Dort kommt es nur auf die Aerodynamik an, und dieses Auto generiert mit Abstand den meisten Abtrieb." Timo Glock schwärmte: "Was für ein Auto, dieser Red Bull. Es ist ein Traum, diesen Autos zuzuschauen. Es ist unglaublich, wie früh die in den Kurven aufs Gas gehen können. Da holen die ihre Zeit."

Whitmarsh klagt weiter über Red Bull-Flügel

Bei McLaren beißt man sich an dem angeblich beweglichen Frontflügel des Red Bull fest, der für alle sichtbar in einigen Kurven auf der Fahrbahn kratzt. "Nach unseren Berechnungen muss das eine Sekunde bringen", behauptet Teamchef Martin Whitmarsh. "Wir sind in den ganz langsamen Kurven besser als die Red Bull, verlieren aber in den schnellen."

Von illegalen Flügeln will der McLaren-Boss nicht sprechen. "Vielleicht hat Red Bull einfach das Reglement besser interpretiert. Wir wollen von der FIA nur wissen, wie weit wir gehen dürfen."

Brawn: Red Bull hat ein gutes Gesamtpaket

Ross Brawn sieht in den umstrittenen Frontflügeln keine Geheimwaffe. "Das ist nicht der Grund, warum dieses Auto so schnell ist. Der Flügel ist ein Teil von vielen guten Ideen, die alle zusammenpassen." Das kommt der Wahrheit schon näher. Die Red Bull fahren mit den jetzt beanstandeten Flügeln bereits seit dem GP China.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden