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Red Bull hadert mit Strecke

Ricciardo überrascht Red Bull

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 18. Juni 2016 Foto: sutton-images.com

Nach dem ersten Trainingstag rechnete sich Red Bull wenig aus. Setup-Änderungen und heißes Wetter brachten die blauen Autos wieder zurück in das Spitzentrio. Daniel Ricciardos dritter Platz überraschte selbst seine Anhänger. Weil Baku keine Red Bull-Strecke ist.

18.06.2016 Michael Schmidt

Red Bull-Berater Helmut Marko flehte Rennstrecken-Designer Hermann Tilke an: „Kannst du nicht eine Schikane auf die lange Gerade einbauen?“ Teamchef Christian Horner klagte. „Dieser Kurs ist wie gemalt für Mercedes.“ Horner und Marko hadern mit den langen Vollgaspassagen des Baku City Circuit. „Die Länge der Gerade ist das Problem. Aus der Kurve raus hat der Renault-Motor gut Power“, verriet Marko. Die Zahlen belegen das: Mit 354,2 km/h Topspeed war Max Verstappen sogar 3 km/h schneller als Nico Rosberg.

Red Bull behalf sich mit Flügeln, die nicht mehr weit von der Monza-Spezifikation entfernt lagen. „Dafür haben wir dann im Sektor 2 bezahlt“, fluchte Marko. Tatsächlich verlor Daniel Ricciardo in der Altstadtpassage fünf Zehntel auf den schnellsten Mercedes. Viel mehr schmerzten die zwei Zehntel Zeitverlust auf den Force India, der in den schnellen Kurven normalerweise eine Klasse schlechter ist.

Ricciardo ließ durchblicken: „Kurve 13 geht bei mir easy voll.“ Das konnten Sergio Perez und Sebastian Vettel nicht von sich behaupten. Obwohl sie mit mehr Flügel unterwegs waren. Ricciardo erwähnte, dass er mehr Zeit in den langsamen Kurven verlor. Auch im ersten Sektor blieb eine halbe Sekunde auf Nico Rosberg liegen. Und wieder zwei Zehntel auf Perez.

Verstappen hat aus Monaco-Unfällen gelernt

Trotzdem landete der Australier am Ende auf einem überraschenden dritten Platz. „Im ersten Versuch hatte ich ein paar Fehler eingebaut. Dann kam das Rotlicht. Das Team hat einen super Job gemacht, mich an den Beginn der Autoschlange zu bringen, die für den letzten Versuch gewartet hat.“ Es blieben genau noch 2.05 Minuten übrig, die Reifen vernünftig aufzuwärmen. „Ich hatte als einziger eine freie Strecke vor mir“, freute sich Ricciardo.

Dann ließ der WM-Vierte den Hammer kreisen. „Ich wusste, dass das meine Chance ist, wenn ich eine gute Runde raushaue, weil alle hinter mir Probleme mit dem Aufwärmen der Reifen haben würden.“

Ricciardo packte für die drittschnellste Zeit alle Tricks aus. Er wählte in den schnellen Kurven um die Altstadt eine andere Linie und fuhr auf der Zielgeraden ganz innen. „Ich habe die Linie mit den wenigsten Bodenwellen gesucht.“ Das Aufsetzen kostete nach Red Bull-Berechnungen nicht unerheblich Zeit. Ricciardo freute sich über die gute Runde mehr als auf anderen Strecken: „Hier fühlst du dich besser belohnt als auf den modernen und offenen Strecken. Weil du für zu viel Risiko bezahlst. So wie ich am Freitag. Das war mir eine Lehre.

Max Verstappen blieb unfallfrei. Er testete nur ein paar Mal die Notausgänge. “Ich bin ganz anders herangegangen als in Monte Carlo, habe den Speed Schritt für Schritt aufgebaut. Mit dem Red Bull kannst du dir das leisten. Da reichen im Q1 auch 92 Prozent. Im Toro Rosso musste ich von der ersten Runde an immer 100 Prozent geben, um weiterzukommen.„ Verstappen ärgerte sich deshalb gleich doppelt über das Manöver von Bottas: “Ich habe alles richtig gemacht. Wir haben für das Set-up einen guten Kompromiss gefunden. Diesmal war viel mehr drin als die fünfte Startreihe.„

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