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Red Bull-Auftrag erfüllt

Was bringt der Supersoft?

Ricciardo & Rosberg - GP Singapur 2016 Foto: xpb 58 Bilder

Red Bull hat ein Auto in die erste Startreihe gebracht. Damit ist Teil 1 der Aufgabe erledigt. Trotzdem war man im Lager der Mercedes-Herausforderer nicht ganz zufrieden. Die Red Bull-Piloten träumten schon von der Pole Position.

17.09.2016 Michael Schmidt

Ein Auto in der ersten, eines in der zweiten Startreihe. Normalerweise würde Red Bull damit zufrieden sein. Doch in Singapur hofften die Herausforderer von Mercedes auf mehr. Im dritten Training verfehlte Max Verstappen die Bestzeit von Nico Rosberg nur um 0,059 Sekunden. Da keimte der Traum von der Pole Position auf. Als es um die besten Startplätze ging, hatte Mercedes die Nase klar vorn.

Teamberater Helmut Marko schob die Wende zugunsten von Mercedes auf den Power-Vorteil. „Die drehen in der Qualifikation noch mal am Leistungsrad. Das sind hier in Singapur 2 Zehntel.“ Der Rückstand von Daniel Ricciardo auf Rosberg betrug aber 0,531 Sekunden. Max Verstappen lag 0,744 Sekunden zurück.

Der Holländer gab eine plausible Erklärung für den extremen Zeitunterschied: „Nico hatte eine perfekte Runde und ganz offenbar Vertrauen in sein Auto. So wie ich in allen Trainingssitzungen bis zur Qualifikation. Plötzlich sind die Vorderreifen nicht mehr schnell genug auf Temperatur gekommen. Wenn du dich nicht wohl fühlst, verlierst du doppelt an Rundenzeit, weil du weniger riskierst. Ich bin nicht mehr mit dem Auto gefahren, sondern das Auto mit mir“, bedauerte Verstappen.

Ricciardo im dritten Sektor schneller

Bei Ricciardo ging der Knoten noch auf. Vor allem im letzten Sektor, der bis dahin der Schwachpunkt der Red Bull war. Ricciardo fuhr im letzten Abschnitt Bestzeit. Er hatte aber schon zu viel Zeit in den ersten beiden Sektoren verloren. „Es war eine gute Runde, aber nicht so gut wie die von Nico“, meinte der Australier und zog immerhin noch eine positive Bilanz: „Das Ziel war die erste Reihe. Das haben wir geschafft.“

Red Bull geht im Gegensatz zu Mercedes und Ferrari mit den Supersoft-Reifen ins Rennen. Die Gegner sind beim Start mit den Ultrasoft-Sohlen bestückt. Die sind in der ersten Runde zwar 0,9 Sekunden schneller, halten aber nicht so lang. „Wenn Ricciardo beim Start vor uns kommt“, schwant Lewis Hamilton Böses, „dann haben wir ein Problem. “Dann kann er das Tempo diktieren und auch noch länger fahren.„

Red Bull braucht einen guten Start

Ricciardo und Verstappen äußerten sich überrascht, dass nicht mehr Teams versucht haben, auf Supersoft-Reifen durch das Q2 zu kommen, um auf diesem Reifentyp ins Rennen zu starten. „Es war von Anfang an unser Plan“, gab Ricciardo zu. Der WM-Dritte erinnert sich an Monte Carlo. „Auch da hätten wir mit den härteren Reifen starten dürfen. Wegen des Regens haben wir nie herausgefunden, ob es die richtige Taktik gewesen wäre.“

Mercedes glaubt zu wissen, was Red Bull mit seiner alternativen Strategie vorhat. „Sie sind im letzten Jahr die Reifenfolge Supersoft-supersoft-soft gefahren. Das ist für sie offenbar der schnellste Weg, über die Distanz zu kommen. Weil sie davon ausgehen, dass wir Ultrasoft-soft-soft fahren und so in Summe langsamer sind.“ Laut Mercedes geht aber die Taktik nur auf, wenn Red Bull den Start gewinnt. „Weil du die ersten Stints nicht länger, sondern kürzer fahren willst. Zeit gewinnst du nur mit dem Undercut.“

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