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Formel 1: Red Bull-Teamchef Christian Horner

Vettel ist unser Rooney

Sebastian Vettel und Christian Horner Foto: xpb 75 Bilder

Trotz einem überlegenen Auto und einem Sebastian Vettel in Top-Form konnte Red Bull noch nicht die gewünschten Ergebnisse einfahren. Im Interview spricht Teamchef Christian Horner über die Gründe dafür, über seinen Schützling Sebastian Vettel und über Michael Schumacher.

06.05.2010

Hat die Zeit nach dem China-Rennen ausgereicht, das Auto weiterzuentwickeln und sind sie mit allen Updates fertig geworden?
Horner: Zum Glück gab es ja die zusätzliche Woche im Kalender. Das hat sich als sehr nützlich erwiesen. In Wahrheit waren die Autos ja auch nur zwei Tage hinter dem Zeitplan zurück. Wir haben es geschafft, das in den vergangenen Wochen auch wieder aufzuholen.

Wird es bereits eine Version des F-Schachtsystems wie bei McLaren-Mercedes auch am Red Bull geben?
Horner: Wir haben viel Forschung in dieser Hinsicht betrieben. Ich denke, für Barcelona ist es wahrscheinlich zu früh, es einzuführen. Es gibt auch keinen Grund zur Eile, bis es definitiv die Rundenzeiten verbessert.

Der Red Bull ist im Qualifying ausgesprochen schnell, allerdings traten in den bisherigen Rennen auch ein paar Probleme auf. Was ist der Grund dafür, dass es erst zu einem Sieg gereicht hat?
Horner: Wir haben ein sehr gutes Auto. In den ersten beiden Rennen war Sebastian in der Position zu gewinnen. Und er hätte sie gewonnen, wenn er nicht die Probleme gehabt hätte. Die Meisterschaft ist sehr, sehr offen mit drei verschiedenen Siegern aus den ersten vier
Rennen.

Wie ist es, mit Sebastian Vettel zu arbeiten?
Horner: Er ist sehr geradlinig. Es ist sehr angenehm mit ihm zu arbeiten. Er ist ein intelligenter Fahrer. Er weiß, was er vom Auto verlangt. Er hat ein sehr gutes Gespür fürs Auto, kombiniert mit viel Naturtalent. Er ist sehr hungrig, und er ist eine große Motivation im Team.

Wenn Sie ihr Team mit einer Fußball-Mannschaft vergleichen, welche Rolle würde Sebastian Vettel einnehmen?
Horner: Er ist ein Mittelstürmer. Ein Torjäger. Er ist unser Wayne Rooney, denke ich. Aber er sieht besser aus.

Denken Sie, er wird diesen Vergleich mögen?
Horner: Wahrscheinlich nicht. Ich kenne nicht so viele Fußball-Mannschaften, aber ich kenne Manchester United und weiß, dass Wayne Rooney die Tore schießt.

Wer trifft in einem Rennen letztlich die Entscheidung, der Fahrer oder Sie, der Teamchef?
Horner: Es hängt von den Umständen ab. Zum Beispiel von den Witterungsbedingungen. Da hat der Fahrer den besten Eindruck, was um ihn herum passiert. Aber wenn es um Strategien geht, treffe ich die letzte Entscheidung. Es wird aber viel mit dem Fahrer gesprochen.

Welche Merkmale machen Sebastian zum kommenden Weltmeister?
Horner: Als erstes der Speed. Als zweites die Intelligenz und als drittes seine Persönlichkeit. Alles drei sind maßgebliche Attribute, die er mitbringt.

Sie sind 36 Jahre alt, Sebastian ist 22. Sie arbeiten sehr gut zusammen - denken Sie, dass aus ihnen ein Erfolgsduo wie Ross Brawn und Michael Schumacher werden kann?
Horner: Die beiden haben ein sehr besonderes Verhältnis. Sie sind nun im dritten Team wieder zusammen. Sebastian ist sehr glücklich mit Red Bull und wir sind es, ihn in der Red-Bull-Familie zu haben. Ich denke, er vertraut und glaubt an uns, so wie wir es umgekehrt auch tun. Es ist ein sehr positives Verhältnis.

Ist Sebastian derzeit der bessere Fahrer als Michael?
Horner: Ich denke, Sebastian ist der Fahrer, den es in der WM im Moment zu schlagen gilt. Er ist der Fahrer in der besten Form und mit dem wohl besten Auto.

Rechnen Sie damit, dass Michael noch in diesem Jahr um die WM mitkämpfen wird?
Horner: Es war eine sehr beeindruckende Entscheidung zurückzukommen, wenn man sieben WM-Titel gewonnen und alles erreicht hat, was ihm gelungen ist. Da kannst du möglicherweise nur verlieren oder deinen Ruf beflecken. Aber es war seine Überzeugung zurückzukommen. Offensichtlich ist das Auto derzeit nicht so schnell, aber es wäre töricht, Michael Schumacher zu unterschätzen.

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