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Red Bull im Aufwärtstrend

"Wissen noch nicht, wie gut das Auto ist"

Sebastian Vettel - Formel 1 - Test - Bahrain - 2014 Foto: xpb 19 Bilder

Sebastian Vettel drehte zwar nur 14 Runden, war aber trotzdem verhalten optimistisch. Die alten Probleme sind erkannt und zum Großteil behoben. Ob neue hinzukommen, weiß man noch nicht. Dazu müsste man mehr fahren. Der erste Eindruck vom Auto aber ist gut.

19.02.2014 Michael Schmidt

Wer zynisch ist könnte sagen: Sebastian Vettel hat sich um 100 Prozent gesteigert. Am ersten Testtag von Jerez drehte der Weltmeister 14 Runden. In Jerez schaffte er nur 11 Umläufe an zwei Tagen. Dafür dass Vettel in Bahrain nur mit halber Kraft fuhr, konnte sich auch die Rundenzeit sehen lassen. Mit 1:40.224 Minuten belegte der Titelverteidiger Rang 5.

"Der erste Eindruck ist gut. Um mehr über das Auto aussagen zu können, müsste ich mehr fahren." Es sei schon komisch, meinte Vettel, dass man nach fünf Testtagen immer noch nicht wisse, wo man das Auto wirklich einordnen könne.

Vettel bleibt zwei Mal stehen

Vettel blieb an diesem ersten Tag in Bahrain gleich zwei Mal stehen. Das erste Mal hatte nichts mit dem viel gescholtenen Renault-Motor zu tun. "Ich hatte hinten ein Bremsproblem. Die Hinterräder haben überbremst. Zum Glück gibt es an dieser Stelle viel Auslauf." Es war Kurve 10. Weil der Red Bull mit laufendem Motor in der Auslaufzone stand, begann es unter der Verkleidung schnell heiß zu werden.

Die Streckenposten rückten der Dampfmaschine mit Feuerlöschern zu Leibe. "Dieses erste Problem war dann auch der Grund dafür, dass ich später noch ein zweites Mal stehengeblieben bin", berichtete Vettel. Da hatte der Löschschaum wohl Unheil angerichtet. Pech für Vettel, dass es seine schnellste Runde geworden wäre. Auf den ersten beiden Sektoren hatte er bereits persönliche Bestzeit erzielt.

Mechaniker mehr in der Garage als im Bett

Bei Red Bull wird nach wie vor viel geschraubt. "Unsere Mechaniker sehen die Garage mehr als das Bett", fühlte Vettel mit seiner Crew mit. Es ging schon damit los, dass der Red Bull RB10 mit viereinhalb Stunden Verspätung ausrückte. Das Auto wurde mit neuen Teilen bestückt, die über Nacht aus England gekommen waren.

Es half. Am gesamten Tag gab es kein Problem mit Überhitzung. Im Heck des Autos war zu sehen warum. Zwischen Verkleidung und Auspuffendrohr ist deutlich mehr Platz. Und auch die seitlichen Falten rechts und links der Airbox zum Ablassen der heißen Luft sind größer geworden. "Unsere Temperaturprobleme sind gelöst", bestätigte Teamberater Helmut Marko.

Renault sieht Licht am Ende des Tunnels

Sind es die von Renault auch? Remi Taffi, Chefingenieur an der Strecke, ist optimistisch: "Wir hatten heute unseren ersten Testtag. Das, was wir uns vorgenommen haben, wurde erreicht. Wir sind gefahren, wenn auch noch nicht auf dem Niveau, das wir uns vorstellen. Ab jetzt werden wir jeden Tag ein Upgrade bringen. Wir sind im Plan, aber wir befinden uns in einer Aufholjagd."
 
Die Probleme von Jerez sind erkannt und zum Großteil auch gelöst. "Es sind aber ein paar neue dazugekommen, nicht so groß wie die von Jerez, aber eines war dabei, das wir noch nicht ganz verstanden haben." Taffin deutet an, dass es sich nicht mehr um die Software, sondern die Hardware handelt. Gemeint war wohl Lotus, die wegen eines defekten Konnektors die Batterie wechseln mussten. Also das Problem, das die Renault-Teams in Jerez in der Garage festhielt.

"Stehen vor einem großen Berg"

Sebastian Vettel lässt sich von dem Fehlstart nicht aus der Ruhe bringen. "Es läuft noch nicht rund, und manche Dinge sind schwer zu verstehen. Wenn es einfach wäre, hätten wir die Probleme schon alle gelöst. Wir stehen vor einem großen Berg. Eine schnelle Lösung gibt es nicht, aber wir sind auf dem richtigen Weg." Auch Teamkollege Daniel Ricciardo versucht positiv zu denken: "Wenn wir diese Woche noch eine Renndistanz schaffen, sind wir wieder im Plan."

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