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Red Bull im Aufwind

Ein Gegner für Mercedes?

Daniil Kvyat - Red Bull - GP China 2016 - Shanghai - Rennen Foto: sutton-images.com 46 Bilder

Red Bull war die Überraschung des GP China. Trotz der 1.190 Meter langen Geraden schaffte es Daniel Ricciardo in die erste Startreihe und Daniil Kvyat auf das Podium. Die Red Bull-Chefs glauben, dass sie mit dem Renault-Upgrade Ferrari, vielleicht sogar Mercedes, herausfordern können.

25.04.2016 Michael Schmidt

Eigentlich ist Shanghai nicht das Ideale Terrain für den Red Bull RB12. Es gibt vier Geraden, die länger als 600 Meter sind. Die Gegengerade ist mit 1.190 Meter einer der längsten Vollgas-Abschnitte im Kalender überhaupt. Trotzdem stellte Daniel Ricciardo seinen Red Bull auf den zweiten Startplatz und Danil Kvyat holte als Dritter das erste Podium für den früheren Serien-Weltmeister. Teamberater Helmut Marko ist überzeugt: "Ohne den Reifenschaden wäre Ricciardo Zweiter geworden."

Red Bull mit weniger Abtrieb unterwegs

Red Bull überraschte sich in China selbst. Die 16 Kurven reichten aus, das Defizit auf der Geraden zu kompensieren. "Dabei fahren wir 20 Prozent weniger Abtrieb als wir eigentlich sollten. Nur so können wir auf den Geraden einigermaßen mithalten", verrät Marko. In der Qualifikation lagen Ricciardo und Kvyat mit 329,5 km/h und 327,3 km/h im hinteren Feld der Topspeed-Rangliste. Allerdings nur 5 km/h langsamer als der Schnellste Sergio Perez.

Im Rennen führte ein Red Bull die Topspeed-Wertung an. Die 349,9 km/h wurden natürlich im Windschatten und mit DRS erzielt. Ricciardo hatte reichlich Gelegenheit dazu. Er steckte ständig im Verkehr. Im Vergleich dazu fällt Kvyat deutlich ab. Der Russe kam im Rennen nur auf 336,0 km/h und landete exakt dort, wo er auch im Training war. Auf dem viertletzten Platz.

Red Bull RB12 erinnert Ricciardo an 2014

GPS-Messungen haben gezeigt, dass die Red Bull trotz des freiwilligen Verzichts auf Anpressdruck in den schnellen Kurven von Sektor 2 auf Augenhöhe mit den Mercedes gefahren sind. "Die Mercedes haben dann allein im letzten Sektor eine halbe Sekunde auf uns gewonnen", ärgerte sich Marko. Der Österreicher lobt das Auto: "Es ist erstaunlich, dass wir schon jetzt so gut dastehen. Mit dem Abtrieb, den wir fahren, müssen wir auch beim Setup und der Balance Kompromisse eingehen. Wir wären im Training noch besser gewesen, hätte Kvyat seine besten Sektorzeiten in eine Runde gepackt."

Doch mit diesen Kompromissen soll bald Schluss sein. Renault hat für den GP Kanada ein großes Upgrade angekündigt. 35 PS mehr Leistung, bessere Fahrbarkeit, weniger Spritverbrauch. Red Bull-Teamchef Christian Horner und Ricciardo sind vorsichtig optimistisch. Beide wollen den Motor erst einmal auf der Strecke erleben, bevor sie ein Urteil abgeben. Beide sagen aber auch: "Renault hat bereits über den Winter einen guten Schritt gemacht. Das gibt uns Vertrauen."

Horner glaubt: "Wenn alles so kommt wie angekündigt, fahren wir auf jeden Fall mit Ferrari mit. Und auf bestimmten Strecken vielleicht auch mit Mercedes." Daniel Ricciardo fühlt sich in seinem Rennauto wieder zuhause. "Der RB12 ist viel besser auf der Bremse und im Verkehr als das Vorjahresmodell. Ich kann wieder attackieren und überholen. Er erinnert mich an mein 2014er Auto. Wir waren 2014 die klare Nummer zwei hinter Mercedes, allerdings mit großem Abstand. Im Moment sind wir die Nummer drei, aber von der Rundenzeit näher an Mercedes dran als vor zwei Jahren."

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