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Red Bull im Pech

Der Leidensweg von Mark Webber

Mark Webber Foto: Daniel Reinhard 72 Bilder

Mark Webber ist das Glück ausgegangen. Der Australier blieb in Japan zum fünften Mal in Folge punktlos. Das Wochenende in Suzuka war von A bis Z ein einziger Leidensweg. Er wurde am Ende wenigstens noch mit der schnellsten Rennrunde belohnt.

06.10.2009

Mark Webber versteht die Welt nicht mehr. Zwischen dem GP Spanien und dem GP Ungarn fährt der Red Bull-Pilot sechs Mal in die Punkte, fünf Mal davon auf das Podest, doch seit dem GP Europa in Valencia ist die Glückssträhne für den Australier gerissen. Zum fünften Mal in Folge reiste Webber ohne WM-Punkte ab.

Was in Suzuka möglich gewesen wäre, zeigte sein Red Bull-Kollege Sebastian Vettel. Der siegte unangefochten. Als Webber nach dem Rennen zusammen mit seinem Vater und Freundin Ann an einem Tisch im Red Bull-Pavillon saß, seufzte er: "Irgendjemand da oben hat was gegen mich." Der Finger zeigte Richtung Himmel.

Der Leidensweg begann Samstagmorgen

Für Webber begann der Leidensweg am Samstagmorgen. Der WM-Vierte rutschte in der Degner-Kurve, die später so vielen zum Verhängnis werden sollte, von der Strecke. "Der Einschlag war lächerlich, nur mit drei g, und trotzdem ist das Chassis gebrochen." Der Fahrzeugwechsel beendete Webbers Chancen noch vor dem Start. "Von den Boxen aus kannst du auch mit dem besten Auto nicht mehr in die Punkte fahren."

Webbers Pechsträhne war mit dem Start des Rennens noch nicht beendet. In der fünften Runde stand er zum dritten Mal in der Box. Zwei Mal hatte sich der Nackenschutz gelockert, ein Mal kam ein Reifenschaden dazu. Ex-Kollege David Coulthard schlenderte vorbei, hörte die Geschichte mit dem Nackenschutz und meinte: "Kenne ich. Ist mir 2003 in Silverstone passiert. Ohne diesen Kragen kannst du nicht fahren." Webber bestätigte: "Wenn diese Nackenstütze fehlt, kannst du den Kopf nicht gerade im Fahrtwind halten. Das ist so, als würde dir einer vor vorne mit dem Presslufthammer den Kopf bearbeiten."

Das Rennen von Suzuka als Test für Mark Webber

Die Red Bull-Mechaniker klebten das störrische Teil mit Tape fest. Als es endlich an seinem vorbestimmten Platz blieb, erklärte das Team Webbers Rennen zum Test. Der Australier musste neue Aerodynamikteile probieren und die Mechaniker für Vettels Boxenstopps warmschießen.

Ganz zum Schluss wurde er wenigstens mit der schnellsten Rennrunde belohnt. "Ich kann verraten: Wir werden auch in Brasilien sehr schnell unterwegs sein. Die neuen Teile funktionieren." Später traf auch noch Vettel seinen unglücklichen Kollegen und meinte im Spaß: "Du Hund, hast mir die schnellste Rennrunde geklaut." Webber gab zurück: "Lass mir doch auch ein kleines Erfolgserlebnis." Der Oldie kann den Optimismus des jungen Kollegen in Sachen WM-Titel nicht ganz teilen. "Ich fürchte, wir haben die Weltmeisterschaft bei den Rennen in Valencia und Monza verloren."

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