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Red Bull-Frontflügel in der Kritik: Das Rätsel des flexiblen Flügels

Mark Webber

Die Diskussion um die angeblich biegsamen Frontflügel von Red Bull und Ferrari geht am Hungaroring in seine zweite Runde. Die Konkurrenz lässt nicht locker, auch wenn die FIA bei einer Untersuchung der Autos am Hockenheimring nichts Verdächtiges finden konnte.

Am Freitag wollen sich die Technikchefs von McLaren und Mercedes mit den Technikkommissaren der FIA treffen. Es geht wieder um die Frontflügel von Red Bull und Ferrari, die sich bei hoher Geschwindigkeit zum Boden absenken sollen.

Whitmarsh mit FIA-Untersuchung nicht zufrieden

Die FIA-Technikkommissare hatten nach dem GP Deutschland die vier Autos der beiden verdächtigten Teams untersucht, konnten aber keinerlei Mechanismus erkennen, der es erlaubt, den Flügel zur Straße hin abzusenken, so dass die Flügelendplatten Bodenkontakt haben. Eine solche Vorrichtung bringt nach Ansicht der Aerodynamiker einen deutlichen Zuwachs an Abtrieb in schnellen Kurven.

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh gibt sich mit der Untersuchung der FIA nicht zufrieden. "Ich will nicht behaupten, dass diese beiden Teams etwas Illegales tun. Tatsache ist, dass die Frontflügelendplatten Bodenkontakt haben. Am Red Bull sind diese Endplatten sogar mit einer Schutzplatte versehen."

Zweifel an der Legalität des Frontflügels

Bei der Konkurrenz äußert man erhebliche Zweifel daran, dass die Teile dem Reglement entsprechen: "Wir können uns nicht vorstellen, wie man auf legale Weise den Flügel während der Fahrt soweit absenkt. Selbst eine extreme Fahrzeugabstimmung mit extrem geringer Bodenfreiheit vorne würde nicht helfen. Die Frontflügelendplatten müssen 85 Millimeter von der Straße entfernt sein. Um den Flügel zum Schleifen zu bekommen, müsste das Auto stark angestellt werden. Dann aber würde die Vorderseite des Unterbodens auf der Fahrbahn aufsetzen und sich stärker verbiegen als es das Reglement vorschreibt."

Whitmarsh fordert in diesem Punkt entweder genauere Prüfmethoden oder eine Erklärung von Red Bull und Ferrari, wie dieses Phänomen möglich ist. "Das Reglement verlangt, dass alle Teile am Auto ohne Bewegungsspielraum befestigt sind. Im Zusammenspiel mit den vorgeschriebenen Bodenfreiheiten und Vorschriften wie weit sich die betreffenden Komponenten verbiegen dürfen, ist es unmöglich, dass die Frontflügelendplatten die Fahrbahn berühren. Unserer Meinung nach geht es in diesem Fall nicht darum, dass man Red Bull und Ferrari nachweist, dass sie illegal fahren. Sie müssen selbst zeigen, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht."

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Michael Schmidt

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