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Red Bull in Monaco illegal?

Konkurrenz verzichtet auf Protest

Red Bull Unterboden GP Monaco 2012 Foto: xpb 19 Bilder

Update ++ Kein Protest ++ Die Konkurrenz von McLaren und Ferrari hat Löcher am Red Bull-Unterboden gesichtet, die illegal sein könnten. Auf einen offiziellen Protest nach dem Grand Prix von Moanco verzichtete man aber. Damit ist die Geschichte aber noch nicht beendet.

27.05.2012 Michael Schmidt

Nach der Zieldurchfahrt von Monaco musste Mark Webber noch um seinen Sieg zittern. Ferrari und McLaren hatten einen Protest gegen Red Bull angedroht. Doch nach Rücksprache mit der FIA verzichtete die Konkurrenz auf den offiziellen Einspruch. In dem komplizierten Fall geht es um zwei Löcher im Unterboden vor den Hinterrädern. Sie leiten einen Teil der Strömung und der Auspuffgase unter den Diffusor.

Red Bull RB8: Updates Bahrain/Mugello 2012 1:30 Min.

Loch im Red Bull vom Unterboden umschlossen

Sauber und Ferrari haben diese Löcher auch. Allerdings sind es da keine Löcher, sondern ein nach hinten offener Schlitz. Bei Red Bull handelt es sich um ein voll umschlossenes Loch im sogenannten "Stufenboden". Das ist nach Paragraph 3.12.5 verboten. Dabei handelt es sich um den Teil des Unterbodens, der rechts und links der Stufe in der Fahrzeugmitte liegt.

Red Bull fährt seit dem GP Bahrain mit diesen Löchern. Damals nickten die FIA-Kommissare die Konstruktion ab. Sie folgten der Argumentation der Red Bull-Ingenieure, dass die äußeren 50 Millimeter des insgesamt 700 Millimeter breiten "Stufenbodens" von dem Verbot der voll umschlossenen Löcher ausgenommen sind. Da das Loch in diese Zone ragt, wäre der Teil im verbotenen Bereich des Bodens der Logik nach an der Außenseite offen.

McLaren und Ferrari planten Protest

McLaren und Ferrari sehen das anders und haben Red Bull nach der Qualifikation bei der FIA angeschwärzt. Nach einer anderen Regel gilt der "Stufenboden" als Einheit. Und in dieser Einheit dürften sich keine Löcher befinden. Die FIA-Inspektoren haben sich die Auslegung der Red Bull-Rivalen angehört und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Argumentation von McLaren und Ferrari schlüssiger ist.

Red Bull hätte das Loch vor dem Start zukleben können. Doch dann hätte man gegen die Parc fermé-Bestimmungen verstoßen. Man hätte damit aus der Boxengasse starten müssen. Stattdessen ließ es Red Bull-Teamchef Christian Horner auf einen Streit ankommen. "Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn es einen Protest gegeben hätte", erklärte der Teamchef anschließend.

Nach kurzer Diskussion mit der FIA verzichteten die beiden Rädelsführer offenbar auf den angedrohten Einspruch. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali wollte den Protestfront nicht anführen. "Warum immer wir? Sollen die anderen das mal machen", erklärte der Italiener erbost.

Doch auch McLaren-Kollege Martin Whitmarsh lehnte ab. Der Brite forderte allerdings: "Das Thema muss bald geklärt werden." Als Kompromiss ist es gut möglich, dass Red Bull schon in Kanada mit einer modifizierten Unterboden-Variante antritt, die auf jeden Fall legal ist.

In unserer Fotogalerie zeigen wir noch einmal die Updates aus Bahrain mit den betreffenden Löchern im Unterboden im Detail.

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