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Formel 1-Technik: F-Schacht-Festival in Valencia

Red Bull und ein Willams mit F-Schacht

F-Schacht Red Bull Foto: xpb 22 Bilder

Update ++ 13 der 24 Autos werden beim GP Europa mit einem F-Schacht ausgerüstet sein. Red Bull hat sich nach stundenlanger Datenanalyse dafür entschieden. Bei Williams ist nur Rubens Barrichello mit der Top-Speed-Hilfe unterwegs.

26.06.2010 Michael Schmidt

Valencia ist die ideale Strecke für den F-Schacht. Auf insgesamt fünf Passagen werden die Autos mehr als 280 km/h schnell. Und die Vollgaspassagen sind lang. Gleichzeitig verlangt der schnellste Stadtkurs der Welt viel Abtrieb. Wer den Trick mit dem Strömungsabriss am Heckflügel beherrscht wie McLaren, der hat die Wahl. Entweder ich investiere in mehr Top-Speed oder in mehr Abtrieb durch steilere Anstellwinkel des Flügels.

Neben McLaren gehörten in den letzten Rennen auch Sauber und Ferrari zur permanenten F-Schacht-Liga. Red Bull, Force India, Mercedes und Williams haben das System hin und wieder im Training probiert, aber auch genauso oft wieder ausgebaut. Valencia war der nächste Versuch. "Doch hier brauchen wir ihn mehr denn je", forderte Sebastian Vettel angesichts der Streckencharakteristik.

Red Bull entscheidet sich für F-Schacht

Nach stundenlanger Datenauswertung entschied Red Bull gestern Nacht, dass in Valencia zum ersten Mal mit dem System auch im Rennen gefahren wird. Dabei ist der Top-Speed eher bescheiden. "Die Ferrari sind auf der Geraden immer noch sechs km/h schneller als wir", fluchte Vettel.

Williams konnte sich nach den ersten zwei Trainingssitzungen noch nicht zu einer Entscheidung durchringen. Rubens Barrichello war mit dem System zufrieden, Nico Hülkenberg nicht. "Nico hat Mühe, das Loch im Cockpit richtig zu schließen. Bei Rubens funktioniert es. Vielleicht liegt es daran, dass Rubens kürzer gewachsen ist und das Knie besser auf das Loch legen kann." Wenn der Kreislauf vom Fahrer nicht völlig geschlossen werden kann, dann kommt am Heckflügel auch nicht die nötige Luft an, um die Strömung entscheidend zu stören.

Williams testet im Freien Training

Deshalb erklärte Sam Michael das dritte Training am Samstagmorgen zu einer weiteren Testfahrt: "Bei unserer ersten Ausfahrt aktivieren wir den F-Schacht, bei der zweiten probieren wir es ohne, und bei der dritten fahren wir, was besser für uns ist." Es gibt bei Williams immer noch Probleme, den Strömungsabriss auf den Punkt genau zu aktivieren und zu deaktivieren. Vor dem Qualifying fiel dann endlich die Entscheidung: Barrichello wird das System fahren, Hülkenberg ist mit der konventionellen Variante unterwegs.

Bei Force India ist man dagegen rundherum glücklich mit dem F-Schacht-Test in Valencia. "Der hat auf jeden Fall was gebracht und bleibt auch bei beiden Autos drauf", erklärte Adrian Sutil schon nach dem zweiten Training. "Ich hatte gehofft, dass wir das hinkriegen und es scheint zu funktionieren." Laut Sutil soll der Heckflügeltrick das Auto auf der Geraden rund sechs km/h schneller machen.

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