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Red Bull ist zurück

"Mehr Vertrauen ins Auto"

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Ungarn - Budapest - Samstag - 25.7.2015 Foto: xpb 49 Bilder

Daniel Ricciardo hat den dritten Startplatz um 35 Hundertstel verfehlt. Der Vorjahressieger glaubt, dass er im Rennen Ferrari einen großen Kampf liefern kann. Die Auferstehung von Red Bull hat drei Gründe.

25.07.2015 Michael Schmidt

Endlich sieht man bei Red Bull wieder lachende Gesichter. Daniel Ricciardo stellte sein Auto auf den vierten Startplatz. Nur 0,035 Sekunden hinter Sebastian Vettel. Daniil Kvyat startet aus der siebten Position. Zuletzt war die Ausgangsposition so gut für Red Bull in Monte Carlo. Mit einem entscheidenden Unterschied: Das Auto ist deutlich besser als vor zwei Monaten.

Ricciardo bestätigt: "Unser Auto hat sich von der ersten Runde an gut gefühlt. Ich musste gar nicht mehr viel am Setup machen. Die Quali-Runde war gut. Ich weiß nicht, wo ich die Zeit auf Seb noch hätte gutmachen können." Ricciardo erwartet auch im Rennen ein enges Rennen mit Ferrari: "Ich habe einen frischen Satz weiche Reifen in der Hinterhand. Das könnte ein Vorteil sein." Auch die Statistik spricht für den Australier. Er startet auf dem gleichen Platz wie im Vorjahr. Und da gewann er.

Seit Silverstone ist Leben im Auto

Der Gleichstand mit Ferrari zeigt: Red Bull hat in den letzten Rennen massiv aufgeholt. Ricciardo nennt mehrere Gründe, warum die Welt für Red Bull wieder besser aussieht. "Die Strecke und die Hitze helfen uns. Das Auto mag dieses Layout, wo eine Kurve der anderen folgt. Die hohen Temperaturen spielen uns in die Karten, weil wir mit den Reifen besser haushalten können als andere."

Aber auch der RB11 hat einen Zahn zugelegt. "Die jüngsten Upgrades haben hier endlich gezündet. Es ist ein völlig neues Leben im Auto. Es ist besser über die Bodenwellen und beim Einlenken. Ich habe viel mehr Vertrauen in den Wagen." Auch Vettel hat das schon registriert: "Schon in Silverstone hat Red Bull einen Schritt nach vorne gemacht."

Keine Angst vor weiteren Kolbenschäden

Die Modifikationen betreffen den Frontflügel, die Leitbleche unter der Nase und die Luftführung durch die Vorderachse. Offenbar hat Stardesigner Adrian Newey endlich den Schlüssel gefunden, wie er mit dem seit 2014 nur noch 1,65 Meter breiten Frontflügel die Luft optimal um die Vorderräder führt. Damit werden Diffusor und Heckflügel besser angeströmt, und die Techniker müssen mit der Frontflügelanstellung keine Kompromisse mehr eingehen. Das Untersteuern in langsamen Kurven und Übersteuern in den schnellen Ecken ist verschwunden.

GPS-Messungen zeigen, dass Renault in Ungarn mehr Leistung freigibt als in den Rennen zuvor. Da die Franzosen keine neuen Antriebsquellen am Start haben, muss der Eingriff über die Software erfolgt sein. Der Motorschaden von Ricciardo am Freitag scheint keinen zu stören. "Es war ein altes Aggregat. Offenbar der gleiche Defekt wie in Bahrain", verrät Ricciardo. Also ein Kolbenschaden. "Die Renault-Leute sind sich sicher, dass er an den jüngeren Motoren nicht mehr auftritt."

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