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Red Bull-Kritik an Renault

Kein PS-Fortschritt erkennbar

Daniil Kvyat - Red Bull - Formel 1 - GP Australien - 13. März 2015 Foto: xpb 91 Bilder

Red Bull ist mit einem Sack voller Sorgen in die neue Formel 1-Saison eingestiegen. Daniel Ricciardos erster Trainingstag war nach 48 Kilometern mit einem Motorschaden beendet. Und Daniil Kvyat lag 2,3 Sekunden hinter der Bestzeit. Red Bull nimmt Motorenpartner Renault unter Beschuss.

13.03.2015 Michael Schmidt

Helmut Marko ist ein Mann klarer Worte. Nach dem ersten Trainingstag der neuen Formel 1-Saison nahm der Red Bull-Berater kein Blatt vor den Mund. "Unser Fazit fällt vernichtend aus. Wenn ein Auto nach 50 Kilometern mit Motorschaden liegenbleibt, ist das bei nur vier Triebwerken für die ganze Saison tödlich."

Noch ist der Defekt am Verbrennungsmotor nicht hundertprozentig lokalisiert. "Es sieht aber so aus, als ob es ein neuer Schaden ist, den wir noch nicht bei den Testfahrten erlebt haben." Auch Toro Rosso blieb nicht von technischen Problemen verschont. Max Verstappen kam im zweiten Training nur auf 6 Runden. Die Batterie hatte ihren Geist aufgegeben.

Red Bull beklagt Stillstand in Sachen PS-Leistung

Auch sonst fanden die Chefs von Red Bull keine guten Worte für ihren Motorenpartner. "Die Motorleistung ist auf dem Stand von Abu Dhabi im letzten Jahr", klagte Christian Horner. Versprochen waren 30 bis 50 PS mehr. Und ein breiteres nutzbares Drehzahlband. "Bei allen Triebwerken ist die Fahrbarkeit deutlich schlechter als bei den Testfahrten. Wir wollten uns verbessern und haben einen Schritt zurück gemacht", klagte Marko.

Das Ergebnis spiegelte sich auf dem Zeitenmonitor wieder: Daniil Kvyat lag meilenweit hinter den Mercedes. Marko nahm den Russen in Schutz: "Wenn das Auto beim Bremsen schiebt, und die Kraft beim Beschleunigen abrupt einsetzt, ist es schwer ein Setup zu machen und konstant zu fahren. Der Abstand zur Spitze ist erschreckend."

Marko fordert von Renault eine schnelle Analyse: "Wir müssen verstehen, warum wir uns zurückentwickelt haben. Red Bull kann Renault bei der Software helfen, aber dazu müssen sie uns alle Daten rausrücken und die nötigen Operationen zulassen."

Red Bull fällt zwei Mal durch Crashtest

Angesichts der Motorprobleme konnte es Red Bull verschmerzen, dass der Crashtest mit der kurzen Nase zwei Mal innerhalb von zwei Tagen nicht bestanden wurde. Beim zweiten Versuch soll sogar das Chassis gebrochen sein.

Die kurze Nase ist für Red Bull die Voraussetzung, das letzte Aerodynamikpaket an das Auto zu bringen. Es soll eine halbe Sekunde pro Runde bringen. Toro Rosso hat es vorgemacht. Kaum kamen beim letzten Barcelona-Test die kurze Nase und die dazugehörige Aerodynamik an das Auto, wurden die Rundenzeiten um acht Zehntel schneller.

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