Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Red Bull kürzt Frontpartie

Das ist die neue Knubbel-Nase

Red Bull Nase - 2015 Foto: xpb 29 Bilder

Lange ließ er auf sich warten. Red Bull hat endlich seinen RB11 mit der kurzen Nase gezeigt. Doch die Nase ist erst der Anfang. Zum Konzept gehören weitere Aerodynamikteile. Wir haben die ersten Bilder und vergleichen mit der Vorgänger-Version.

08.05.2015 Michael Schmidt

Die Fracht traf am Freitagmorgen ein. Im Red Bull-Gepäck waren die neue Nase und der neue Frontflügel. Die spektakulärste Änderung ist natürlich die Nase. Sie ähnelt in der Form der von Toro Rosso, ist aber noch kürzer. Da die Vorderachse beim Red Bull weiter zurückversetzt ist als beim Schwesterauto, war auch der Crashtest schwerer zu bestehen. Weil weniger Platz für die Knautschzone im Bug des Autos ist.

Die neue Nase am RB11 ist rund 10 Zentimeter kürzer als das alte Modell. Sowohl an der Knolle als auch an den seitlichen Trägern. Sie sind deutlich weiter ausgeschnitten als vorher. Die Träger weisen von der Seite betrachtet nach vorne statt nach hinten. Außerdem reichen die Flügelaufhängungen weiter nach unten und zurück. Sie bilden eine Art Kanal unter der Nase.

Neue Red Bull-Nase 10 Zentimeter kürzer

Der Längenunterschied und das neue Profil sind schön aus der Vogelperspektive zu erkennen. Die alte Nase hat den Schriftzug "FIA Action for Road Safety" auf dem Hauptblatt voll abgedeckt. Die Nasenspitze war mit der Vorderkante Flügel fast identisch. Jetzt kann man das FIA-Logo gut lesen. Und das Profil zwischen Knolle und den Flügelträger ist weniger geschwungen. Dadurch steht der Frontflügel fast isoliert da und wird besser angeströmt.

Die Maßnahme erlaubt es Red Bull mehr Luft Richtung Unterboden zu leiten. Davon profitiert der Diffusor. Und sie erleichtert das Einfangen und Ausrichten der Y-250-Wirbel, die am Übergang zwischen normiertem und freien Teil des Flügels entstehen.

Ebenfalls neu sind der Frontflügel und die Verkleidung unter der Nase in der Nähe des S-Schacht-Lufteinlasses. Weitere Teile im hinteren Bereich des Fahrzeuges werden folgen. Red Bull wollte sich nicht mit zu vielen neuen Teilen verwirren, sondern erst einmal Messreihen mit der neuen Nase fahren.

Motorprobleme verhindern Vergleichstest

Doch die erste Probefahrten im Freien Training fielen ins Wasser. Wieder einmal, weil es Probleme mit den Motoren gab. Ursprünglich war geplant, dass zuerst Daniil Kvyat die neue Nase fährt und im zweiten Teil des Trainings Daniel Ricciardo. Dann aber kam Ricciardo schon nach zwei Runden mit Motorproblemen an die Box und verbrachte dort über eine Stunde.

Es ist Motor Nummer 2, der ohnehin schon vorbeschädigt ist. Ricciardo und Kvyat müssen mit den alten Motoren den Freitag überleben. Die vierte Antriebseinheit bekommen sie erst am Samstag.

In diese ist die Kolbenspezifikation von Melbourne eingebaut. Renault weiß immer noch nicht genau, warum bei Max Verstappen in China und Daniel Ricciardo in Bahrain die Kolbenbolzen gebrochen sind. Deshalb sind die Franzosen auf eine Version zurückgegangen, bei der dieses Problem nicht aufgetreten ist.

Wegen der Motormisere ist Kvyat im Auftakt-Training nur 7 und Ricciardo nur 9 Runden gefahren. Red Bull-Berater Helmut Marko fluchte. "Wir konnten den geplanten Vergleichstest mit den beiden Nasen nicht so durchziehen wie wir wollten. Ricciardo hat die neue Nase am Schluss probiert. Aber mangels Runden ist er meilenweit von einem optimalen Setup entfernt."

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen die neue Nase im direkten Vergleich mit der alten - und wir analysieren die verschiedenen Nasenformen der Konkurrenz.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden