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Kilometer-Bilanz Jerez-Test 2014

Marussia schafft mehr Runden als Red Bull

Red Bull - Jerez-Test - 31. Januar 2014 Foto: xpb 139 Bilder

Dafür hätte es im Wettbüro eine gute Quote gegeben: Red Bull drehte die wenigsten Runden beim ersten Wintertest in Jerez und wurde in dieser Disziplin sogar von Marussia geschlagen. Dabei tauchte das kleinste Team der Formel 1 erst am dritten Tag in Spanien auf.

01.02.2014 Michael Schmidt

Der Größte ist manchmal auch nur der kleinste. Red Bull hat in Jerez an vier Tagen 21 Runden oder 92,9 Kilometer abgespult. Weniger als jedes andere Team, das in Südspanien den neuen Formel 1-Autos das Laufen lernte. Wer das vorhergesagt hätte, wäre als Träumer bezeichnet worden.

Red Bull kann sich nur zum Teil auf Motorenlieferant Renault herausreden. Die Franzosen waren schlecht sortiert zum ersten Test gereist. Toro Rosso schaffte mit ähnlichen Problemen 54 Umläufe. Der dritte Renault-Kunde Caterham sammelte immerhin 76 Runden. Bei den grünen Autos traten die Schwierigkeiten weniger deutlich auf als bei den beiden Red Bull-Teams. Was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass die Temperaturen unter der Verkleidung niedriger sind.

Mercedes ist der Testkönig

Mercedes spulte mit 309 Runden das größte Pensum ab. Im letzten Jahr waren es 322. Nico Rosberg applaudierte: "Eigentlich lief dieser Test besser als der letztjährige. Da sind wir wegen Defekten die ersten beiden Tagen nur gestanden. Ich bin beeindruckt." Nummer zwei war Ferrari mit 251 Runden, knapp vor McLaren (245) und Williams (175). Technikchef Pat Symonds hakte den Testauftakt zufrieden ab. "Es war eine gute Woche. Wir haben ein paar Probleme gelöst und ein paar Überraschungen erlebt. Ich bin froh, dass wir jetzt zwei Wochen Zeit haben, die Kinderkrankheiten zu lösen."

Bianchi hofft auf Punkte aus eigener Kraft

Das größte Lob gebührt Marussia. Der kleinste Rennstall der Formel 1 schlug zwar erst am dritten Testtag in Jerez auf, komplettierte aber dennoch 30 Runden oder 132,8 Kilometer. Mehr als Red Bull. Und das bei einer Technik, die laut Sebastian Vettel eine "Raketenwissenschaft" ist. Ein dickes Kompliment an die Truppe aus Banbury.

Das findet auch Jules Bianchi: "Auch wenn ich heute mehr als 25 Runden fahren wollte, müssen wir zufrieden sein. Es war ein Kraftakt, das Auto rechtzeitig fertigzubringen." Zielankünfte könnten bei den ersten Rennen goldwert sein. Auch für die kleinen Teams, die sich zunächst voll auf die Zuverlässigeit konzentrieren können. Bianchi widerspricht: "Wir möchten Punkte aus eigener Kraft holen."

Mercedes hat das beste Motorpaket

Bei der Reihenfolge nach Kilometern spielte der Motor sichtbar eine Rolle. Die vier Mercedes-Teams kamen auf 875 Runden, gefolgt von der Ferrari-Truppe (444) und Schlusslicht Renault (151). Die Franzosen haben arbeitsreiche 19 Tage vor sich. "Sie können nur hoffen, dass in Bahrain nicht weitere Schwierigkeiten dazukommen. Sonst wird die Zeit wirklich knapp", urteilt die Konkurrenz.

Mercedes-Aufsichtsratchef Niki Lauda reiste zufrieden ab: "Andy Cowell und seine Truppe haben einen tollen Job gemacht. Auf der Motorseite haben wir die Aufgabe bis jetzt am besten gelöst." Insgesamt wurden 1.465 Runden zurückgelegt. Knapp die Hälfte von 2013, als zehn Teams auf 3.198 Runden kamen. Da kam die Kritik von Bernie Ecclestone am falschen Tag.

TeamRunden
1. Mercedes309
2. Ferrari251
3. McLaren-Mercedes245
4. Williams-Mercedes175
5. Sauber-Ferrari163
6. Force India-Mercedes146
7. Caterham-Renault76
8. Toro Rosso-Renault54
9. Marussia-Ferrari30
10. Red Bull-Renault21
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