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Red Bull mit Außenseiterchance

Marko betet für Regen in Mexiko

Daniel Ricciardo - GP Mexiko 2015 Foto: Red Bull 65 Bilder

Red Bull hat sich selbst überrascht. Auf einer Strecke, auf der man sich wenig Chancen ausrechnete, starten Daniil Kvyat und Daniel Ricciardo von den Plätzen 4 und 5. Der Joker im Rennen könnte der geringe Reifenverschleiß sein. Und das Wetter.

31.10.2015 Michael Schmidt

Das Streckenlayout spricht eigentlich gegen Red Bull. Eine 1,2 Kilometer lange Zielgerade, 3 Passagen jenseits von 300 km/h. Und obwohl die Red Bull bis zu 20 km/h im Top-Speed verlieren starten Daniil Kvyat und Daniel Ricciardo von den Plätzen 4 und 5. Nach dem dritten Training sah es sogar noch besser aus. Da fehlte den Red Bull nur ein Zehntel zu den Mercedes. Und Ferrari war langsamer.

Im Abschlusstraining ging die Schere auf. Nico Rosbergs Bestzeit lag neun Zehntel unter den Red Bull-Werten. Ferrari war eine halbe Sekunde schneller. "Ich hatte keine optimale Runde und habe 2 Zehntel liegengelassen", gab Kvyat zu. Ricciardo fühlte sich in seinem Auto nicht mehr so wohl wie im dritten Training. "Der Grip war nicht mehr da."

Außerdem verlor der Australier 3 km/h auf der Geraden auf den Teamkollegen. "Es gab Probleme mit dem Durchflussmengen-Messgerät." Kvyat macht der große Rückstand keine großen Sorgen: "Das geht schon die ganze Saison so. Mercedes und Ferrari können in der Qualifikation immer noch ein bisschen an der Power-Schraube drehen."

Das wird im Rennen nicht der Fall sein. Dann spielt möglicherweise das Reifenmanagement die entscheidende Rolle. Red Bull hat ein reifenschonendes Auto. Das ist ein Joker, auf den Teamberater Helmut Marko hofft. Und dann noch das Wetter. "Die Regenwahrscheinlichkeit ist am Sonntag höher als heute. Aber es würde auch schon helfen, wenn es über Nacht regnet. Dann ist die Strecke wieder grün. Und das hilft unseren Autos."

Boxenstopps werden Mexiko-Rennen entscheiden

Beide Red Bull-Piloten glauben, dass sie im Rennen eine bessere Figur abgeben können. "Die Mercedes sind unter normalen Umständen zu weit weg. Aber wir wollen mit Ferrari mithalten und die Williams weiter hinter uns halten", meinte Ricciardo. Prognosen sind wegen der neuen Strecke und den einzigartigen Bedingungen in 2.250 Meter Höhe auf einem extrem glatten Asphalt schwer möglich.

"Es ist eine Reise ins Ungewisse. Wir haben keine Daten aus der Vergangenheit. Unsere Longruns am Freitag waren eher kurz. Deshalb weiß hier keiner, wie sich die Reifen verhalten werden", meint Kvyat.

Noch traut sich keiner zu sagen, ob der GP Mexiko ein Ein- oder Zweistopprennen wird. "Viele werden einen Stopp versuchen, wenige werden es schaffen", lacht Ricciardo. "Alles hängt davon ab, wie lange die weichen Reifen halten und wie viele Runden sich die Leute auf den harten Reifen zutrauen. Da hat keiner eine richtige Ahnung."

Für Kvyat könnte das Rennen an der Boxenmauer entschieden werden. "Es wird ganz entscheidend sein, wer wann seine Boxenstopps macht. Das muss dann kurzfristig entschieden werden. Wir müssen schnell reagieren." Also ähnliche Verhältnisse wie in Austin.

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