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Red Bull mit Außenseiterchancen

Aufbäumen beim letzten Gefecht

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 27. November 2015 Foto: Red Bull 55 Bilder

Red Bull geht mit vielen Fragezeichen in das letzte Saisonrennen. Während die Details der Motorensituation immer noch nicht geklärt sind, bäumte sich das Team im letzten Grand Prix der Saison noch einmal auf. Daniel Ricciardo geht als Fünfter im Training mit Außenseiterchancen ins Rennen.

28.11.2015 Michael Schmidt

Eigentlich sind lange Geraden Gift für Red Bull. Der Yas Marina Circuit hat gleich drei davon. Daniil Kvyat verlor im Top-Speed 17 km/h auf die Williams, Daniel Ricciardo 20 km/h. Teamberater Helmut Marko rechnete nach: "Auf den Geraden verlieren wir zusammengerechnet 6 Zehntel." Trotzdem startet Ricciardo vom fünften Platz. Er steht vor den Williams aber hinter einem Force India. "Wir hatten die Williams auf der Rechnung. Perez war eine Überraschung", gab der Australier zu.

Zum Glück gibt es noch den Sektor 3. In dem befinden sich 11 der 21 Kurven. Und da gab es nur einen, der noch schneller war als Ricciardo. Nico Rosberg nahm Ricciardo in seiner Super-Runde 2 Zehntel im letzten Streckenabschnitt ab. Der WM-Dritte des Vorjahres resümierte zufrieden. "Das Auto wurde mit jeder Runde besser. Im Q1 war ich mit der Balance noch nicht so zufrieden. Doch je dunkler es wurde, umso besser hat es gepasst. Vor allem die Traktion profitiert von den kühleren Bedingungen."

Ist der Reifenverschleiß Red Bulls Trumpfkarte?

Der Red Bull machte die Zeit nicht nur in den Kurven gut. "Auch beim Bremsen haben wir verlorene Zeit zurückgeholt. Seit wir unser Chassis aussortiert haben, kann ich wieder voll attackieren." Die Trumpfkarte im Rennen könnte der geringe Reifenverschleiß am Red Bull sein. Ricciardo sieht den Schlüssel im ersten Stint. "Nach 5 oder 6 Runden werden die Supersofts kritisch werden. Wer da ein bisschen mehr Leben aus den Reifen rausschlagen kann, wird später auf den harten Reifen mehr attackieren können."

Dazu muss Ricciardo aber die ersten Runden überstehen und den Angriff der Williams auf den Geraden abwehren und Perez beim Start austricksen. "Wenn ich hinter denen nicht zu viel Boden verliere, können wir auch gegen die Ferrari kämpfen." Gemeint ist Kimi Räikkönen. Sebastian Vettel wird von seinem 16. Startplatz zu lange brauchen, bis er in den Bereich von Ricciardo kommt. "Und dann sind hoffentlich seine Reifen kaputt", betet Marko.

Renault vergeudet Entwicklungszeit

Während Red Bull zum Ende der Saison noch einmal seine Visitenkarte abgibt, liegt weiter Nebel über der Motorensituation. Teamchef Christian Horner behauptet zwar, dass man einen Motor habe, doch keiner weiß genau, welche Spezifikation. Die Drohung von Renault-Chef Carlos Ghosn komplett auszusteigen, hat im Team für Verunsicherung gesorgt. Obwohl es einen Liefervertrag mit Renault gibt.

Doch welchen Motor gäbe es, wenn Ghosn den Stecker zieht? Eine 2015er Spezifikation, mit der man schon jetzt chancenlos ist oder vielleicht gar keinen, wie Ghosn Bernie Ecclestone droht? Selbst wenn Renault weitermacht, kann man nicht sicher sein, wie gut das neue Triebwerk sein wird. Solange die Konzernleitung sich mit dem Formel 1-Management ums Geld streitet, steht in Viry-Chatillon die Entwicklung still. "Da geht wichtige Zeit verloren", bedauert man im Lager von Lotus und Red Bull.

Ricciardo klammert sich an die Hoffnung, dass alles gut wird. "Es ist schön zu wissen, dass es weiter geht. Wir hatten ja in den letzten Monaten schon ein paar Mal fast einen Motor, und dann ist es doch nicht passiert. Unter teilweise kuriosen Umständen. Meine größte Sorge war nicht, dass wir ganz ohne Motor dastehen. Sondern, dass wir noch einmal so eine Saison wie diese durchmachen müssen."

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