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Red Bull-Joker ein frischer Satz Soft

„Wir fahren nicht auf Platz“

Ferrari -Red Bull - Formel 1 - GP Malaysia - Qualifying - 1. Oktober 2016 Foto: sutton-images.com 40 Bilder

Mit den Startplätzen 3 und 4 für Max Verstappen und Daniel Ricciardo hat Red Bull ein Etappenziel erreicht. Doch das Team will mehr. Red Bull sieht sogar eine Chance, Mercedes zu schlagen. Mit der Trumpfkarte einer frischen Garnitur von der weichsten Reifenmischung.

01.10.2016 Michael Schmidt

Red Bull-Berater Helmut Marko geht in die Offensive: „Wir fahren im Rennen nicht auf Platz.“ Soll heißen: Red Bull träumt vom Sieg. Dafür gibt es Gründe. Erstens Max Verstappens Rennsimulation am Freitag. Der Holländer war sowohl auf dem Soft-Reifen als auch auf dem Medium-Gummi der schnellste Mann im Feld. Zweitens die Taktik: Im Gegensatz zu Mercedes hat Red Bull mit Daniel Ricciardo einen frischen Satz Soft-Reifen in der Hinterhand. Und mit Max Verstappen eine Garnitur Soft, die nur eine Runde bei geringen Tempo gefahren wurde. Drittens: Nur 0,156 Sekunden Abstand zu Nico Rosberg in der Qualifikation.

Red Bull im Quali näher dran als erwartet

Helmut Marko notierte zufrieden: „Wir sind auf eine Runde näher dran als wir erwartet haben. Gut, Hamilton hat eine außergewöhnliche Runde hingelegt, aber wir glauben nicht, dass er so ein Tempo im Rennen halten kann. Wenn wir am Start einen Platz gutmachen, haben wir vielleicht eine Chance.“

Der Ex-Rennfahrer aus Graz setzt nicht nur auf den guten Longrun-Speed vom Freitag. „Ricciardo hat mit einem frischen Satz Soft eine Option, die Mercedes nicht hat. Und wir können unsere Strategien splitten, um Mercedes unter Druck zu setzen.“ Niki Lauda macht sich deshalb keine Sorgen. „Der Doktor lag in den letzten Rennen mit seinen Prognosen nicht immer richtig. Ich denke, wir sind sehr gut aufgestellt.“

Ricciardo mit Verstappen-Setup

Doch aufgepasst. Der GP Malaysia könnte ein Rennen mit vielen Unwägbarkeiten werden, auch wenn keine der drei Reifensorten richtig schlecht und keine außergewöhnlich gut ist. Laut Wetterbericht ist am Sonntag die Chance am größten, dass ein Regenschauer über die Strecke zieht. Und je nach Bewölkung, ist mal die eine Reifensorte, mal die andere von Vorteil. Wer am besten darauf reagiert, hat möglicherweise die Nase vorn. „Die Streckentemperatur entscheidet, welchen Reifen wir nach dem Start-Turn wann einsetzen“, bestätigt Verstappen.

Daniel Ricciardo rechnet mit einem Zweistopp-Rennen. Vorne starten alle auf Soft. Ein Stint mit den harten Reifen ist auf Wunsch von Pirelli Pflicht. „Vielleicht entscheidet der dritte Satz. Ein harter Reifen schafft easy 20 Runden. Das könnte für einen Soft-Reifen am Ende sprechen und unser Vorteil werden.“

Der Australier musste sich nach 6 Traningssiegen in Folge im Kampf um die besten Startplätze diesmal Max Verstappen geschlagen geben. Der Unterschied betrug 47 Tausendstel. Ricciardo stieg nach Setup-Problemen am Freitag auf die Abstimmung seines Teamkollegen um. „Eigentlich nicht ideal, aber ich habe im dritten Training schnell meinen Speed gefunden. Aber wenn du selber deine Abstimmung austüftelst, kann immer etwas dabei sein, das dir einen kleinen Vorteil bringt.“

Das GP2-Rennen hat gezeigt, dass die neu asphaltierte Strecke mit vier modifizierten Kurven Überholmanöver zulässt. Ricciardo sieht in der letzten Kurve eine gute Möglichkeit, sich für einen Angriff auf der Zielgeraden gut zu positionieren. „Je nachdem wie du über die kleine Kuppe kommst, hinter der die Strecke nach außen abfällt.“ Hilfreich ist vielleicht auch, dass es für die beiden DRS-Zonen nur einen Messpunkt gibt: „So musst du vor der Zielkurve keine Klimmzüge machen, um am Gegner dranzubleiben und kannst dich darauf konzentrieren, die bestmögliche Linie zu fahren.“

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