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Red Bull mit F1-Boxenstopp-Rekord

Reifenwechsel in 2,05 Sekunden

Red Bull Mechaniker 2013 Foto: Red Bull 24 Bilder

Red Bull hat nach eigener Zeitmessung in Malaysia einen neuen Boxenstopp-Rekord aufgestellt. Danach wurde Mark Webber bei seinem zweiten Reifenwechsel in nur 2,05 Sekunden abgefertigt. Zuvor lag die Bestmarke bei 2,31 Sekunden aufgestellt durch McLaren.

03.04.2013 Tobias Grüner

Der Kampf in der Formel 1 wird nicht nur auf der Rennstrecke ausgetragen sondern auch in der Boxengasse. Über den Winter haben alle Top-Teams an ihren Arbeitsabläufen gearbeitet. Auch das Equipment wurde verbessert. Das Ergebnis konnte man bereits in Malaysia sehen: Gleich von zwei Teams wurde der bisherige Rekord von McLaren unterboten.

Neues Equipment bei Red Bull

Die alte Bestmarke hatte Jenson Button bereits beim GP Deutschland 2012 aufgestellt. Der Brite wurde damals in 2,31 Sekunden mit vier frischen Reifen versorgt. Mit dem Turbo-Stopp schaffte es der McLaren-Pilot, sich an Sebastian Vettel vorbeizuschieben. So etwas lässt Red Bull natürlich nicht lange auf sich sitzen.

Schon bei den Testfahrten in Spanien übten Vettel und Webber fleißig Boxenstopps. Auffällig schon damals: Die neuen Schlagschrauber verschwanden nach Gebrauch stets gleich wieder in Schutzhüllen. Diese sollen das Equipment weniger vor Beschädigung als vor neugierigen Blicken schützen.

Webber mit neuem F1-Boxenstopp-Rekord

In Malaysia zeigte sich nun erstmals das Ergebnis der harten Arbeit. Schon der erste Stopp von Vettel in 2,13 Sekunden (Runde 5) konnte die alte Bestmarke unterbieten. Webbers erster Besuch bei den Mechanikern nur zwei Runden später dauerte nach Messungen des Teams genauso lang.

Doch damit war das Limit noch nicht erreicht. Als Webber in Runde 19 das zweite Mal neue Reifen abholte, betrug die Standzeit nach Auswertung der präzisen Telemetrie-Daten sogar nur 2,05 Sekunden. Diese Marke konnte anschließend keiner mehr knacken. Webber blieb später aber noch zwei Mal unter dem alten McLaren-Rekord.

McLaren und Mercedes unterbieten alte Bestmarke

Bei McLaren selbst lief es an der Box dagegen suboptimal. Jenson Button wurde nach seinem dritten Stopp losgeschickt, obwohl das Rad vorne rechts noch nicht festgezurrt war. Dadurch ging ein sicherer fünfter Platz verloren. Vielleicht waren die Mechaniker etwas zu gierig. Bei Buttons zweitem Stopp betrug die Standzeit 2,28 Sekunden - das wäre neuer Rekord gewesen, wenn Red Bull nicht noch schneller gewechselt hätte.

Die größten Probleme an der Box waren in Malaysia bei Force India zu sehen. Für Adrian Sutil und Paul di Resta ging alles schief, was schiefgehen konnte. Das neue System mit direkt den an den Felgen befestigten Radmuttern versagte, was sogar zum Ausscheiden beider Autos führte. Trotzdem will man an der neuen Technik festhalten, weil das Prinzip grundsätzlich schneller ist. Die Fehler zeigen, wie groß der Druck an allen Ecken der Boxengasse ist.

Wann fällt die 2-Sekunden-Marke?

Bei Mercedes klappte dagegen alles wie geplant. Auch bei den Silberpfeilen wurden über den Winter  Fortschritte in Sachen Boxenstopps gemacht. Nico Rosbergs zweiter Reifenwechsel lag mit 2,29 Sekunden ebenfalls unter dem alten McLaren-Rekord. Die neue Red Bull-Bestmarke wird die Ingenieure und die Mechaniker aber weiter zu Verbesserungen anspornen. Im Training zum GP Malaysia hatten die McLaren-Schrauber bereits die zwei Sekunden-Marke unterboten. Wer kann diese Leistung zum ersten Mal in der Hitze eines Rennens abliefern? Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis die Barriere fällt.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen, mit welchen Technik-Tricks die Teams den Boxenstopp beschleunigen und was schiefgehen kann.

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