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Red Bull mit falscher Taktik in Bahrain

Ricciardo träumte 13 Runden vom Sieg

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Bahrain 2017 - Rennen Foto: sutton-images.com 61 Bilder

Red Bull hat sich das Leben selbst schwer gemacht. Max Verstappen fiel einem Bremsdefekt zum Opfer. Daniel Ricciardo bekam die falschen Reifen für den zweiten Stint. Aus war der kurze Traum vom Sieg.

18.04.2017 Michael Schmidt

In den ersten 10 Runden sah die Red Bull-Welt noch rosig aus. Die ersten 5 Autos hingen wie die Kletten innerhalb von 3 Sekunden zusammen. Vorne Valtteri Bottas, dann Sebastian Vettel, Lewis Hamilton, Max Verstappen und Daniel Ricciardo. Daraus den wahren Rennspeed abzuleiten, wäre irreführend. Bottas hielt die Partie auf. Mit Vettel an der Spitze wäre die Post ganz anders abgegangen.

Daniel Ricciardo hatte am Ende der Kette einen Logenplatz, nachdem er sich in der ersten Kurve von Teamkollege Verstappen überrumpeln ließ. Doch der Australier nahm es ganz entspannt. „Ich konnte schön sehen, wie vor mir alle herumgerutscht sind, vor allem die Mercedes, denen immer wieder das Heck ausgebrochen ist. Da dachte ich mir: Lass sie fahren, ich schone die Reifen. Zu dem Zeitpunkt dachte ich wirklich: Heute kannst du gewinnen.“

Bremsdefekt wirft Verstappen von der Bahn

Ab der 11. Runde kämpfte Red Bull nur noch mit halber Kraft. Verstappen sollte wie Vettel mit einem Undercut an den Mercedes vorbeigelotst werden. Es hätte gelingen können, obwohl der Stopp 4 Zehntel länger gedauert hat als der von Vettel. Doch nur 1,5 Kilometer später steckte Verstappen im Reifenstapel von Kurve 4. Die hinteren Bremsen verzögerten nicht. Angeblich war eine Bremsscheibe explodiert. Offizielle Version: „Der Bremsdruck fiel ab.“

Ricciardo kam mit den Mercedes-Piloten an die Box. Das Geschenk des Safety-Cars drohte kurz zum Problem zu werden, weil Hamilton den Red Bull regelwidrig einbremste. Doch weil Hamiltons Boxenstopp 6 Sekunden länger dauerte als normal, kam Ricciardo an dem Mercedes vorbei und ging als Dritter in den Re-Start. Aus seiner Sicht mit den falschen Reifen.

Red Bull hatte dem Australier die härteren Soft-Reifen mit auf die Reise gegeben. „Die sind für uns sowieso schon kritisch. Aber hinter dem Safety-Car war es praktisch unmöglich, Temperatur in die Reifen zu bringen. Ich bin nach dem Re-Start nur gerutscht.“ Nico Hülkenberg machte die gleiche Erfahrung. „Soft im Mittel-Stint war ein Fehler. Beide Teams spekulierten zu diesen Zeitpunkt offenbar noch mit einem Einstopp-Rennen. Doch daran war weder bei Renault noch bei Red Bull zu denken.

Red Bull mit falschen Reifen im Mittel-Stint

Ricciardo verlor in einer Runde 3 Positionen an Lewis Hamilton, Felipe Massa und Kimi Räikkönen. Hamilton und Räikkönen profitierten vom Klebstoff der Supersoft-Reifen. Der Williams bringt den Soft-Gummi schneller zum Arbeiten als der Red Bull. Nur eine Position holte sich Ricciardo wieder zurück. „Die Position auf der Strecke zu halten wäre in dem Moment wahrscheinlich klüger gewesen. Wir hätten den Soft zum Schluss nehmen müssen, wenn sich das Feld ein bisschen mehr auseinander gezogen hat.“

Von den ersten beiden Rennen wusste man, dass der Red Bull mit der weichsten Reifenmischung besser umgeht als die Konkurrenz, dass sich aber seine Probleme auf den härteren Mischungen multiplizieren. Die Zahlen unterstützen Ricciardos Aussage. Zwischen Runde 17 und 38 verlor er auf Vettel 7,207 Sekunden. Auf den letzten 18 Runden mit gebrauchten Supersoft-Sohlen büßte Ricciardo nur noch 2,502 Sekunden auf den Sieger ein.

Der Vergleich hinkt, werden manche sagen, weil der Red Bull und der Ferrari jeweils mit unterschiedlichen Reifentypen unterwegs waren. Doch generell galt der Soft-Reifen ab der 10. Runde als der bessere Rennreifen. Nicht so für Red Bull. Bei dem dreht sich diese Gesetzmäßigkeit offenbar um. Er verliert auf dem Supersoft-Gummi mit vermeintlich schlechteren Dauerlaufeigenschaften weniger Zeit auf Vettel und fährt in der schnellsten Rennrunde unter Einrechnung der Spritdifferenz praktisch gleich schnell.

Kimi Räikkönen war für Ricciardo außer Reichweite. Auf den zweiten Ferrari fehlten dem Australier 16,8 Sekunden. „Kimi war im Schluss-Abschnitt auf den Soft-Reifen verdammt schnell. Zu schnell für uns. Der Schaden war im Mittel-Stint schon angerichtet. Ich hatte weder vorne noch hinten Grip.“ Teamberater Helmut Marko schaut schon auf den GP Spanien. „Dann kommen die Upgrades. Sie sollten uns einen signifikanten Schritt nach vorne bringen.“

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