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Red Bull mit kurzer Nase

Attacke auf Mercedes und Ferrari

Red Bull - Technik - GP China / GP Bahrain - Formel 1 - 2015 Foto: ams 36 Bilder

Mercedes und Ferari aufgepasst: Red Bull hat den Crashtest mit der kurzen Nase bestanden. Damit kommt auch das von Anfang an geplante Aerodynamikpaket. Dazu gibt es neue Motoren für den GP Spanien 2015. Red Bull könnte zumindest für Ferrari ein Gegner werden.

06.05.2015 Michael Schmidt

Der GP Spanien ist traditionell das große Update-Festival. Red Bull wird in Barcelona mit dem größten Paket antreten. Die kurze Nase ist endlich homologiert. Sie hat letzte Woche den Crashtest bestanden. Im vierten Anlauf beim offiziellen FIA-Test. Zusammen mit den internen Crashversuchen sollen es 13 gewesen sein. Die Nase ist wie ein Türöffner. Jetzt kann Red Bull seinen RB11 in der Konfiguration antreten lassen, die von Anfang an geplant war.

Red Bull mit weniger Knautschzone als Mercedes

In den ersten vier Rennen ist Red Bull mit einer Interims-Nase unterwegs gewesen. Und damit auch nicht mit dem endgültigen Aerodynamikpaket. Mit der kurzen Nase wird auch der Rest des RB11 sein Gesicht verändern. Ein neues Frontflügelkonzept gibt es im Doppelpack. Dazu noch diverse Änderungen bei Leitblechen und im hinteren Bereich des Autos. Teamberater Helmut Marko hatte schon in Melbourne von mindestens einer halben Sekunde gesprochen, die das Upgrade wert sein soll. Es musste nur immer wieder verschoben werden.

Für Red Bull ist es besonders schwer, die Nase zu kappen. Weil im Vergleich zum Mercedes und zum Lotus die Vorderachse rund 10 Zentimeter weiter hinten liegt. Damit schrumpft die zur Verfügung stehende Knautschzone. Beim Mercedes liegt die Mittellinie der Vorderachse nur knapp hinter dem vorderen Chassischott (A-A-Sektion). Damit steht bei einem vorderen Überhang von 85 Zentimetern viel Karbonmasse zur Energievernichtung zur Verfügung. 85 Zentimeter ist das Mindestmaß. Theoretisch darf die Nase bis 120 Zentimeter überstehen.

Neue Motoren für Ricciardo und Kvyat

Wenn Red Bull vorne so kurz wie Mercedes bauen will, ist der Anteil der Nase dementsprechend kürzer. Es gehen 10 Zentimeter verloren, weil das Chassis beim Frontalcrash unversehrt bleiben muss. Das macht das Bestehen des Crashtests zur Doktorarbeit. Ferrari hätte übrigens das gleiche Problem, würde man die Nase kürzen.

Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat werden in Barcelona notgedrungen mit neuen Motoren antreten. Es ist bereits der vierte von vier. Ricciardo blieb nach dem Motorplatzer von Bahrain keine Wahl. Möglicherweise wird jedoch Motor Nummer 2 im Freitagstraining eingesetzt. Erst am Samstag sollen die neuen Renault-Aggregate eingebaut werden. Renault hat in den kritischen Bereichen Kolben und Laufbuchsen ein weiteres Mal nachgebessert. Token wurden noch keine verwendet. Wie bei Mercedes, Ferrari und Honda auch. Alle Motormodifikationen für Barcelona liefen unter dem Siegel Zuverlässigkeit.

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