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Red Bull mit Loch in der Achse

Red Bull klaut Technik-Trick bei Williams

GP Bahrain 2013 Red Bull Achse Foto: Piola 14 Bilder

Red Bull hat im ersten Training zum GP Bahrain eine Technik getestet, die man selbst im letzten Jahr erfunden, Williams über den Winter aber regelkonform gemacht hat. Dabei wird Luft, die durch die Bremsbelüftungen einströmt durch die Vorderachse geleitet und in der Mitte der Felge wieder abgelassen.

19.04.2013 Michael Schmidt

Die ursprüngliche Idee stammt von Red Bull. Sie debütierte beim GP Malaysia 2012 und wurde fünf Rennen später beim GP Kanada verboten. Die durch die vorderen Bremsbelüftungen einströmende Luft wurde durch die Achse geleitet und strömte durch mehrere Löcher im Achsstummel wieder aus.

Da dieser sich dreht, blieb der FIA nichts anderes übrig, den Trick zu verbieten. Es handelte sich streng genommen um ein bewegliches aerodynamisches Hilfsmittel. Williams hat die Idee aufgegriffen und protestsicher gemacht. Durch eine Achse in der Achse. Der innere Teil dreht sich nicht mit. Die in der Felge wieder austretende Luft soll die Umströmung des Vorderrades verbessern.

Red Bull greift Williams-Trick auf

Im ersten Training zum GP Bahrain war das Auto von Sebastian Vettel mit einer Kopie des Williams-Tricks bestückt. Mark Webbers Auto war noch mit der konventionellen Vorderachse unterwegs. Ein Vergleichstest soll zeigen, ob die Technik Vorteile bringt.

Bei Williams ist man sich mittlerweile nicht mehr so sicher, ob man sich damit nicht mehr Probleme als Vorteile geschaffen hat. Die Luftdurchleitung durch die Achse steht auf der Liste der möglichen Fehlerquellen des Autos.

Williams musste bei den ersten Rennen noch mit einer zweiten Nebenwirkung des Systems kämpfen. Bei den Reifenwechseln traten Verzögerungen auf. Was unter Umständen daran liegt, dass die Radmuttern von der konventionellen Machart abweichen. An der Williams-Vorderachse sitzen die Sicherungsstifte nicht in der Achse, sondern der Radmutter. Sie rasten beim Aufstecken in Vertiefungen in der Radnabe ein.

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