"Adrian ist nicht dafür bekannt, seine neuen Autos besonders frühzeitig fertig zu bekommen", flachste Red Bull-Teamchef Christian Horner noch in Suzuka. " Schon in dieser Saison wurde der RB5 als eines der letzten Autos fertig. Eigentlich sollte der RB6 etwas besser in der Zeit liegen. Doch die ständige Weiterentwicklung im Titelkampf und die ungelöste Motorenfrage verzögerten das Projekt. "Ross Brawn hat es ja auch irgendwie hinbekommen", macht man sich bei Red Bull Mut.
Bei Adrian Newey ist die Geduld allerdings langsam am Ende. Bis zum Grand Prix von Brasilien soll eine Entscheidung fallen. Der Wechsel zu Mercedes steckt wegen des Vetos von McLaren und der Bedenken der FIA weiter in der Sackgasse. Zur Wahl stehen noch Renault und Cosworth.
Verstärkung von Mercedes
Der frühere Generalausstatter der Formel 1 wird plötzlich eine interessante Alternative. Die FIA stuft den Cosworth V8 als neuen Motor ein. Deshalb dürfen die Cosworth-Ingenieure auf Basis des V8 von 2006 bis zum Saisonstart in Bahrain Änderungen vornehmen, um das Triebwerk auf 18.000 /min und längere Laufzeiten zu adaptieren. Die Truppe aus Northampton bekam kürzlich Verstärkung. Vier Mercedes-Ingenieure, die bis 2006 bei Cosworth gearbeitet hatten, sind an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt.
Mit Williams wird Cosworth neben den neuen Teams Campos, Virgin F1, USF1 und Lotus einen prominenten Kunden dazubekommen. Das Team aus Grove kündigte Toyota ein Jahr vor Vertragsablauf und traut offenbar auch Renault nicht über den Weg.
Wird sich Cosworth mit Porsche verbünden?
Mit dem Cosworth-Deal könnte sich eine Sensation anbahnen. Es kursieren Gerüchte, dass Cosworth sich mit Porsche verbündet. Eine Entscheidung darüber soll im Dezember fallen.
An der Motorenfront passieren merkwürdige Dinge. McLaren-Direktor Ron Dennis hat offenbar bei BMW angefragt, um Motoren, Konstruktionspläne und Prüfstände zu kaufen. Angeblich will er zusammen mit dem Stuttgarter Kolbenhersteller Mahle Motoren in Eigenregie bauen.



