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Red Bull

Motorenfrage - Geld oder Siege?

Red Bull Foto: Red Bull 60 Bilder

Nach den beiden Motorschäden von Sebastian Vettel in Valencia stellt man sich im Lager von Red Bull immer lauter die Frage nach dem Motorenpartner für die Saison 2010: Renault oder Mercedes. Man könnte auch sagen: Geld oder Siege?

25.08.2009 Michael Schmidt

Für Sebastian Vettel ist das Titelrennen praktisch vorbei. Nach zwei Motorschäden in Valencia stieg die Zahl der Motorplatzer auf vier. Zwei weitere Motoren sind in ihrer Lebensdauer so weit fortgeschritten, dass man sie nur noch im Freitagstraining einsetzen kann. Somit verbleiben in Vettels Kontingent nur noch zwei frische Triebwerke.

Strafe für Vettel unvermeidlich

"Das wird kaum für die restlichen sechs Rennen reichen", fürchtet der WM-Vierte. Ist das Limit von acht Triebwerken erreicht, muss Vettel bei jedem ersten Einsatz eines neuen Aggregats um zehn Startplätze zurück.

Renault operiert in diesem Jahr am Limit. Auch der Motor in Mark Webbers Ungarn-Auto stand nach der Zieldurchfahrt kurz vor dem Exitus. Möglicherweise bezahlt Renault jetzt für die Nachrüstung im Winter. Die FIA hatte den Franzosen erlaubt, ihren Achtzylinder für die reduzierte Drehzahl von 18.000/min nachzubessern. Renault fand rund 30 PS und schloss dank dieser Maßnahme einigermaßen zu den Top-Triebwerken von Mercedes, Ferrari und BMW auf. Da Hersteller 2010 bis zu vier Teams beliefern dürfen, laufen zwischen Red Bull und Mercedes seit geraumer Zeit Verhandlungen. Für Mercedes ist Red Bull wegen Sebastian Vettel interessant.

Red Bull zögert noch

"Gespräche werden geführt", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, wollte sich dabei aber nicht konkreter zu einer möglichen Partnerschaft zu Red Bull äußern. Nur so viel: "Von der Kapazität sind wir in der Lage ein viertes Team zu beliefern. Allerdings haben wir mit unseren Verhandlungspartnern Stillschweigen über den Fortschritt der Gespräche vereinbart."

Red Bull zögert noch, obwohl die Mercedes-Motoren langlebiger, sparsamer und stärker sind als der Renault-V8. Finanzielle Überlegungen spielen eine Rolle. Das Paket von Renault enthält nicht nur Motoren, sondern auch Extrageld von Renault und von Benzinlieferant Total. Bei Mercedes gibt es nichts dazu.

Auch Williams erwägt Wechsel

Aus dem gleichen Grund überlegt sich auch Williams von Toyota zu Renault zu wechseln. Bei Toyota hängt man sich Kazuki Nakajima als Klotz ans Bein. Der Wunschpilot der Japaner ist Williams zu langsam. Das Team plant 2010 ohne Nakajima. Mit Renault gäbe es für Williams einen lukrativen Benzinsponsor obendrauf.

Bei Red Bull könnte die Motorenmisere bei der Suche nach dem richtigen Motorenpartner den Ausschlag geben. Wer den Ehrgeiz von Sebastian Vettel kennt, der kann sich vorstellen, für wen sich der 22-jährige Heppenheimer stark macht. Bei der Frage Geld oder Sieg hat er sich noch immer für die sportlichen Argumente entschieden.

Man muss sich nur die Top-Speed-Rangliste anschauen. Die Red Bull-Autos sind der Mercedes-Armada von McLaren, Brawn GP und Force India um bis zu neun km/h hinterhergehinkt. Da gilt das Motto: Für Erfolg ist kein Preis zu hoch.

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