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Red Bull neuer Mercedes-Jäger

"Max erinnert mich an Vettel"

Max Verstappen - Red Bull - GP Spanien 2016 - Qualifying - Samstag - 14.5.2016 Foto: sutton-images.com 71 Bilder

Mercedes hat einen neuen Verfolger. Red Bull löste Ferrari in der zweiten Startreihe ab. Daniel Ricciardo und Max Verstappen belegten nach einem mitreißenden Qualifikationsduell die Plätze 3 und 4. Verstappen bekam trotz der Niederlage viel Lob. Der Holländer erinnert Teamchef Christian Horner an Sebastian Vettel.

14.05.2016 Michael Schmidt

Das hat man schon seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Jubel in der Red Bull-Garage. In der zweiten Startreihe für den GP Spanien stehen nicht zwei Ferrari, sondern zwei Red Bull. Mercedes-Teamchef Toto Wolff meinte: "Vielleicht müssen wir in Zukunft mehr auf Red Bull als auf Ferrari aufpassen. Wenn bei denen das Motor-Upgrade einschlägt, können sie auf bestimmten Strecken ein Gegner werden." Sebastian Vettel beharrt jedoch: "Generell sind wir schneller als Red Bull. Heute lief irgendetwas mit dem Set-up schief."

Barcelona zählt zu den Rennstrecken, auf denen der Einfluss des Motors eine kleinere Rolle spielt. "Es ist immer noch eine Sekunde, die uns wegen dem Motor fehlt", rechnete Red Bull-Teamchef Christian Horner vor. Im ersten Sektor kam Max Verstappen den Mercedes am nächsten. Ihm fehlte 0,282 Sekunden auf Lewis Hamilton. Im letzten Streckenabschnitt mit den vielen langsamen Passagen war Daniel Ricciardo die Nummer 3 im Feld. Der Australier verlor in den sieben Kurven 0,195 Sekunden auf den Trainingsschnellsten.

Konkurrenzkampf treibt Fahrer ans Limit

Red Bull kann in Zukunft Ferrari in die Suppe spucken. Das Motor-Upgrade, das spätestens beim GP Kanada debütiert, soll 0,45 Sekunden pro Runde wert sein. Reicht das auch für Mercedes? "Ich war heute sechs Zehntel von den Mercedes weg. Es müsste also noch etwas mehr kommen. Aber auf bestimmten Strecken können wir sie vielleicht ärgern", hofft Daniel Ricciardo. Horner zählt sie auf: "Monte Carlo, Silverstone, Budapest, Singapur, vielleicht sogar Baku."

Red Bull hat noch ein weiteres Eisen im Feuer. Den Konkurrenzkampf unter den Fahrern. Neuzugang Max Verstappen treibt Daniel Ricciardo mehr ans Limit als Vorgänger Daniil Kvyat. Der Holländer lag bis zum letzten Versuch im Q3 vor seinem Teamkollegen. Und er hatte sich im Gegensatz zu Ricciardo einen Reifensatz gespart.

Der Australier blieb ruhig. Er weiß, was er kann. Und er zählt zu den Fahrern, die unter Druck stärker werden. "Meine erste Runde im Q2 war nicht gut. Ich hatte trotzdem das Gefühl, dass es zum Aufstieg ins Q3 reichen könnte, aber mein Team hat mich sicherheitshalber noch einmal rausgeschickt. Auch die zweite Runde war nicht perfekt." Damit blieb dem WM-Vierten nur noch ein frischer Reifensatz.

Als es im Q3 um alles ging, packte Ricciardo den Joker aus. Mit einer Zeit von 1.22,680 Minuten entzauberte er seinen jungen Stallrivalen um vier Zehntel. "Es war die erste Runde, wo ich alle Sektoren zusammengebracht hatte. Ich wusste, dass ich den Speed hatte. Es ging nur darum, ihn zu einer perfekten Runde zusammenzubringen", strahlte Ricciardo.

Verstappen steckt den Druck routiniert weg

Verstappen war trotz der ersten Trainingsniederlage nicht traurig: "Für mich war dieses Wochenende wie der erste Tag bei den Wintertests. Der Red Bull ist ein ganz anderes Auto, und ich fahre für ein neues Team. Was mich zufrieden stimmt ist, dass ich mit jeder Runde schneller geworden bin und mich im Auto schon heimisch fühle. Ich weiß aber noch nicht, wo das Limit ist."

Das Wunderkind ließ sich von dem Hype um seine Person nicht aus der Ruhe bringen. Verstappen ruht in einem gesunden Selbstvertrauen. Es war fast so, als wäre er ein weiteres Rennen für Toro Rosso gefahren, statt zum ersten Mal in einem Topteam. Viel mehr als dass die ersten Arbeitstage bei Red Bull eine positive Erfahrung für ihn waren, ließ er sich nicht entlocken. "Ich bin ohne große Erwartungen in das Training gegangen, weil ich nicht wusste, was mich erwarten würde." Der Unterschied zum ToroRosso? "Überall mehr Grip."

Teamchef Horner lobte seinen Neuling: "Der Junge beeindruckt mich. Wie ruhig und methodisch er an die Sache herangeht, wie schnell er seinen Speed gefunden hat. Und er hat nicht einen Fehler gemacht." Dann zog der Engländer einen gewagten Vergleich: "Max erinnert mich an den jungen Vettel. Er steigt genauso ins Auto, richtet seine Beine genauso im Cockpit ein und sitzt auch genauso drin."

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