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Red Bull-Teamchef Horner

Neuer Stallregie-Code muss her

Vettel Webber Red Bull 2013 Foto: Red Bull 18 Bilder

Red Bull-Teamchef Christian Horner nimmt Sebastian Vettel in Schutz: "Er hat seine Lektion gelernt." Wie man solche Situationen in Zukunft verhindern kann, weiß der Engländer aber offenbar auch nicht. Ein neuer Code alleine reicht wohl nicht aus.

02.04.2013 Tobias Grüner

Bei Red Bull ist wieder etwas Ruhe eingekehrt. Sebastian Vettel hat sich vergangene Woche bei seinen Teammitgliedern in Milton Keynes für seinen Fehler in Sepang entschuldigt. Teamchef Christian Horner hat dem dreifachen Weltmeister längst verziehen, dass er seine Anweisungen ignoriert hat. Es ist so gekommen, wie Mark Webber schon auf dem Malaysia-Podium vermutet hatte: "Am Ende wird Sebastian wie immer vom Team in Schutz genommen."

Vettel nach dem Rennen "schockiert"

Noch immer rätseln die Fans, warum sich Vettel zu dem unfairen Manöver gegen den Teamkollegen hinreißen ließ. Horner äußerte im Interview mit dem britischen Sender "Sky" Verständnis für seinen Starpiloten: "Wir dürfen nicht vergessen, dass er erst 25 Jahre alt ist. Und wenn Sebastian einen Sieg vor Augen hat, dann ist er schwer davon abzubringen. Er hat sich dafür entschieden, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen - gegen den Wunsch des Teams und auf eigenes Risiko. Er hat akzeptiert, dass es ein Fehler war. Ich denke, er hat eine wichtige Lektion gelernt."

Horner dementiert dabei aber auch Berichte, dass Vettel den Befehl zur Stallorder nicht richtig verstanden habe. "Er hat direkt nach seinem letzten Stopp die Anweisung von seinem Ingenieur bekommen. Und dann habe ich auch noch ein paar Mal selbst mit ihm gesprochen. Ich denke, unsere Anweisung war klar." Offenbar war sich der Pilot den Konsequenzen aber nicht bewusst. "Er war nachdem Rennen schockiert, als er gemerkt hat, dass er einen Fehler gemacht hat", berichtet Horner.

Alonso und Hamilton hätten genauso gehandelt

Gleichzeitig bittet der Teanchef aber auch darum, Vettels Vergehen nicht als einmaligen Sündenfall anzusehen. "Wenn Alonso oder Hamilton in der Situation gewesen wäre, hätten sie das gleiche gemacht. Auch von Mark haben wir schon gesehen, dass er ähnlich gehandelt hat. Wir sollten jetzt nicht so tun, als beträfe so etwas nur Sebastian."
 
Besondere Anstrengungen, das Verhältnis der beiden Red Bull-Piloten wieder zu kitten, wird es wohl nicht geben. Das hat man offenbar längst aufgegeben. "Schon seit der Kollision 2010 in Istanbul ist das Vertrauen zwischen den beiden gestört. Das wichtigste für uns ist aber, dass sie gegenseitigen Respekt zeigen, wenn sie auf der Rennstrecke gegeneinander kämpfen."

Red Bull Stallregie-Code einfach zu durchschauen

Dass sich der Zorn Webbers nun gegen das Team richtet, glaubt der Teamchef nicht. Eigentlich wollte man dem Australier ja etwas Gutes tun, so Horner: "Wir haben den Zweikampf zu seinen Gunsten für beendet erklärt. Es war unser Wunsch, dass Mark dieses Rennen gewinnt."

Ob die Stallregie-Ansagen in Zukunft besser befolgt werden, ist fraglich. Am Verständnis des Codeworts alleine sollte es nicht zu liegen, wie Horner bei "Sky" erklärt. "Multi 21 bedeutet einfach nur Auto Nummer 2 vor Auto Nummer 1. Multi 12 bedeutet Auto 1 vor Auto 2. Das ist eigentlich nicht kompliziert. Das ist nicht so schwer zu durchschauen. Aber beide unserer Fahrer haben diese Nachrichten in den letzten drei Rennen nicht verstanden. Vielleicht müssen wir mal den Code ändern. Wir sollten wohl etwas Neues ausprobieren."

In unserer Bildergalerie blicken wir noch einmal zurück auf die Höhe- und Tiefpunkte in der Beziehung zwischen Webber und Vettel.

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