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Red Bull optimistisch in Malaysia

Keine Punkte, keine Panik

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Malaysia - Sepang - 27. März 2014 Foto: xpb 118 Bilder

Red Bull reiste ohne Punkte aus Melbourne ab. Trotzdem zeigten sich beide Piloten relaxt vor dem zweiten Rennen in Malaysia. Der Speed des Autos stimmte. Der Fehler am RB10 von Sebastian Vettel ist gefunden. Ein kleines Problem hatte große Auswirkungen.

27.03.2014 Tobias Grüner

Sebastian Vettel zeigte sich trotz der großen Probleme bei Red Bull bisher relativ gelassen. Nach 4 Titeln ist der Champion etwas ruhiger geworden. "Aber egal ist mir die Situation natürlich nicht", betonte der Heppenheimer. "Als ich nach dem Ausfall in Melbourne in mein Zimmer kam, ist erst mal die Kappe auf den Boden geflogen." Mittlerweile ist der Frust aber schon wieder verflogen.

"Es ist besser ein Rennen nicht zu beenden, als ins Ziel zu kommen und hinterher zu fahren. Daniel (Ricciardo) hat gezeigt, dass der Speed da ist. Das war eine große Erleichterung", blickt Vettel zurück auf Melbourne. Die Ursache für seinen Ausfall nach 4 Runden ist bereits gefunden. Ein Software-Fehler hatte den Weltmeister vorzeitig gestoppt. "Kleine Ursache, große Wirkung", so Vettel. "So etwas kann vorkommen, wenn man bei den Wintertests nicht viel zum Fahren kommt. Wir haben sichergestellt, dass es nicht noch einmal vorkommen kann."

Gibt es wieder Probleme mit dem Benzindurchfluss?

Auch Teamkollege Daniel Ricciardo nahm seine Disqualifikation ungewöhnlich locker. "Es war ja nicht mein Fehler", begründete der Australier. "Als ich die Nachricht gehört habe, war mir aber nicht zum Lachen zu Mute. Das hat 24 Stunden gedauert, bis ich es verarbeitet habe. Aber ich habe mein Bestmögliches gegeben. Ich habe bewiesen, dass ich vorne mitfahren kann. Alles andere lag nicht in meiner Hand. Es hätte mich mehr getroffen, wenn mein eigener Fehler ein besseres Resultat gekostet hätte." Der Neuling im Team gibt sich relaxt: "Das hat mir immerhin ein paar Sympathien gebracht. Da sind wohl ein paar neue Fans dazugekommen."

Red Bull hatte Ricciardo gar nicht über das Problem mit dem Benzinfluss informiert. Ricciardo bekam erst nach dem Rennen mit, dass Unheil von der FIA droht. Ob das Thema auch in Malaysia zum Problem werden kann, konnte der Mann aus Perth nicht sagen: "Ich vertraue dem Team, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden." Auch Vettel betonte, dass das Team nicht absichtlich gegen die Regeln verstoßen hat. "Wir versuchen natürlich immer das Maximum auszunutzen - aber immer innerhalb der Regeln."

Vettel wünscht sich Regen in Malaysia

Für den Sauna-Grand Prix in Sepang sind beide Piloten optimistisch. "Ich hätte nichts gegen Regen. Daniel hat im Qualifying von Melbourne gezeigt, dass das Auto auf feuchter Strecke schnell ist. Mercedes ist wohl noch einen Schritt voraus. Wir sind aber in Sachen Standfestigkeit noch nicht auf der sicheren Seite. Da sind wir aber sicher nicht die einzigen. Lewis (Hamilton) hat sein Auto sicher auch nicht freiwillig abgestellt."

Auch Ricciardo gibt sich zuversichtlich. "Ich denke Mercedes hat einen Vorsprung. Aber dahinter kämpfen wir mit Ferrari, Force India, Williams und McLaren um die weiteren Plätze." Vielleicht klappt es ja am Sonntag dann auch mit dem ersten Formel 1-Podium für den Youngster.

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