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Red Bull-Premierensieg in Shanghai

Party mit Sekt und Koffein-Brause

Red Bull Foto: Red Bull 46 Bilder

Im 74. Rennen konnte die Red Bull-Mannschaft endlich den lang ersehnten Premierensieg feiern. Triumphator Sebastian Vettel ließ sein eigenes Team vor der großen Party allerdings lange im Regen stehen.

19.04.2009 Tobias Grüner

Es lag bereits der süßliche Geruch der weltbekannten Koffeinbrause in der Luft, als sich die gesamte Mannschaft von Red Bull zum Gruppenfoto im Fahrerlager aufstellte. Die Pokale standen genauso parat wie die zwei Zeittafeln, auf denen der Triumph in Buchstaben verewigt wurde. Nur eines fehlte noch, bevor die wartenden Fotografen abdrücken konnten: Die beiden Fahrer, die den ersten Sieg bzw. den ersten Doppelsieg der Teamgeschichte möglich machten, ließen zunächst auf sich warten.

Unter großem Jubel wurde zunächst Mark Webber in der Mitte des Teams begrüßt. Der Australier wirkte sichtlich erleichtert, als er Teamchef Christian Horner in die Arme fiel. Mit 32 Jahren fuhr er im 126. Rennen das beste Ergebnis seiner Karriere ein. "Ich hoffe, dass ich schon in naher Zukunft noch eine Stufe höher klettern kann", hatte Webber nach der Zieldurchfahrt erklärt. Aber für den Tag war Rang zwei völlig in Ordnung.

Vettel lässt sein Team warten

Auch die Tatsache, dass er vom eigenen Mannschaftskollegen geschlagen wurde, ließ den zweiten Podiumsplatz ganz und gar nicht wie eine Niederlage anfühlen. Apropos Vettel: Wo war der schnelle Heppenheimer denn eigentlich? Die ganze Mannschaft wartete nur auf den großen Sieger - inklusive Teamleitung und den über das ganze Gesicht strahlenden Red Bull-Berater Helmut Marko. Doch Vettel steckte noch in der Box für TV-Interviews und ließ sein eigenes Team und die Fotografen buchstäblich im Regen stehen.

Erst nach weiteren zehn Minuten ging plötzlich ein Raunen durch die oberen Reihen der Mechaniker, die eine herannahende Menschentraube wahrnahm. Von einer Entourage aus Journalisten, Fans und Fotografen begleitet kam der frischgebackene Grand Prix-Sieger endlich in Sichtweite. Als er seine wartende Truppe sah ließ er sich dann auch nicht lange bitten und rannte los. Immerhin hatten die Mechaniker die ganze Nacht durchgearbeitet, um das anfällige Bullen-Auto fit für die 56 Rennrunden zu machen.

Champagnerdusche mit Verzögerung

Nach zahlreichen Umarmungen und unendlichen Glückwünschen gab es dann die zweite Sekt- und Champagnerdusche. Zum Dank, dass die Fotografen fast eine Stunde im Shanghaier Mistwetter ausgeharrt hatten, wurden die teuren Kamera-Objektive mit Schaumwein durchgespült. Der süßliche Brause-Geruch verwandelte sich so langsam in eine nicht mehr ganz so süße Mischung aus feuchten Kleidern und vergärtem Traubenmost.

Nur Vettel wollte bei der Champagner-Dusche irgendwie nicht mitmachen. Nach seinem fast zweistündigen Husarenritt fehlte dem 21-jährigen Blondschopf die Kraft, den Korken seiner Flasche zu entfernen. Unter freundlicher Hilfe von Teamkollege Webber wurde aber auch dieses Problem gelöst und der herumstehende Menschenring wurde ein weiteres Mal eingeseift. Und falls die Kameras die feuchten Duschen unbeschadet überlebt haben, konnte dann auch endlich das ersehnte Foto gemacht werden.

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