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Red Bull RB10 nimmt Form an

Newey-Auto 2014 wieder unschlagbar?

Adrian Newey - Red Bull 2013 Foto: xpb 35 Bilder

Red Bull-Designer Adrian Newey hat zugegeben, dass man wohl etwas zu viele Ressourcen in das aktuelle Auto gesteckt hat. Für 2014 wagt der Brite noch keine Prognose. Teamberater Helmut Marko gibt sich optimistisch. Er vertraut beim RB10 in die Künste seines Stardesigners.

06.11.2013 Tobias Grüner

Seit dem Ende der Sommerpause fährt Red Bull die Konkurrenz an die Wand. 7 Rennen, 7 Siege. Die WM-Titel sind schon längst eingetütet. Die Konkurrenz kämpft abgeschlagen nur noch um Rang 2. In Abu Dhabi hatte Vettel zuletzt mehr als 30 Sekunden Vorsprung – obwohl er in der zweiten Rennhälfte nur noch mit Halbgas unterwegs war.

Red Bull investiert zu viel in altes Auto

Bei Red Bull war man offenbar selbst überrascht, dass sich die Saison so entwickeln würde. "Es ging für uns zunächst lange auf und ab. Zur Saisonmitte lagen wir zwar vorne, aber die Führung stand auf wackeligen Beinen. Nach dem Sieg in Ungarn dachten wir, dass Mercedes noch einmal stark aufkommen würde", berichtet Konstrukteur Adrian Newey beim Red Bull-Haussender Servus TV.

"Wir haben also volle Kraft weitergepusht noch einmal viele Updates für die Rennen nach der Sommerpause entwickelt. Im Rückblick könnte man vielleicht sagen, dass wir mehr Gas gegeben haben als nötig war. Da haben wir vielleicht schon etwas zu viele Ressourcen für das nächstjährige Auto abgezogen."

Newey ist bekannt dafür, dass seine neuen Autos immer erst in letzter Minute fertig werden. Und 2014 sind die ersten Testfahrten nicht erst im Februar sondern schon für Ende Januar angesetzt. Es wird wohl wieder ein Rennen gegen die Zeit. "Wir mussten uns schon im Februar diesen Jahres mit dem neuen Auto beschäftigen. Gleichzeitig durften wir das aktuelle natürlich nicht vernachlässigen. Da waren wir also gut beschäftigt mit 2 Autos parallel", erklärt der Chefdesigner.

Red Bull RB10 Basis-Chassis schon fertig

Der neue Red Bull RB10 nehme langsam Gestalt an. Einige Teile sind sogar schon fertig, so Newey. "Das sogenannte Monaco-Chassis wurde mittlerweile freigegeben. Auch das Getriebegehäuse ist fertig", so Newey. "Jetzt geht es gerade vor allem um die Aufhängungen, die Verkleidung, die Kühler, die Flügel bis hinunter zu den ganzen Kleinteilen, die sonst noch so an einem Formel 1-Auto dran sind."

Das größte Problem sei allerdings die neue Antriebseinheit. Von einem 2,4 Liter-V8 wechselt die Formel 1 2014 auf den 1,6 Liter-V6. "Es ist schon kompliziert, den überhaupt ins Auto zu bekommen", grinst Newey gequält. "Wir haben riesige Ladeluftkühler. Und dann gibt es noch das neue Hybrid-System. Die ganze Antriebseinheit ist höchst kompliziert. Noch ist zudem nicht klar, wie sich die 3 Motorhersteller unterscheiden werden - wer einen Vorteil hat. Wir hoffen natürlich auf Renault."
 
Auch äußerlich wird es Änderungen geben, die dem Konstrukteur nicht besonders schmecken. "Die Nase muss weiter runter - angeblich aus Sicherheitsgründen. Ich glaube aber, das ist Unfug. Dann gibt es auch am Heckflügel neue Einschränkungen. Das heißt, dass alle wieder fast bei Null anfangen müssen. Und wir wissen ehrlich gesagt jetzt noch nicht, wo wir dann am Ende rauskommen werden."

Marko vertraut auf das Genie Newey

Helmut Marko sieht den Wechsel auf 2014 nicht ganz so pessimistisch. Der Red Bull Teamberater sieht darin auch Chancen für seinen Rennstall. "Wir haben schließlich Adrian Newey. Immer wenn es eine große Reglement-Änderung gab, hat er sich in Bestform gezeigt. Dann waren seine Autos in den ersten Jahren jeweils unschlagbar – zumindest solange, bis die anderen kopiert und nachgebaut haben."

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