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Red Bull RB5

Vettels neuer Dienstwagen

Foto: Red Bull 38 Bilder

Sebastian Vettel und Mark Webber haben am Montag (9.2.) ihren neuen Dienstwagen für die Saison 2009 enthüllt. Mit dem RB5 will Red Bull auf einen Schlag die Lücke zu den Top-Teams schließen.

09.02.2009 Michael Schmidt

Der neue Red Bull ist das mit Abstand schönste Auto der neuen Formel 1-Generation. Die schlanke, hohe Nase, die auf Höhe der Vorderachse in zwei Höcker übergeht, die am Kühleinlass stark eingezogenen, dann aber schräg auslaufenden Seitenkästen und das unglaublich flache, voll verkleidete Heck sind ein Hingucker. Red Bull-Berater David Coulthard lobte: "Mit diesem Auto hat unser Designer Adrian Newey mal wieder bewiesen, wie detailverliebt er ist."

Sebastian Vettel fielen ebenfalls die beiden Höcker auf der Chassisröhre und dann noch die mächtigen Heckflügelendplatten bis runter zum Diffusor sofort ins Auge. "Das Auto sieht toll aus, aber es muss auch schnell sein. Noch lieber wäre es mir, wenn es fährt." Das war um zehn Uhr morgens, als die geplante Installationsrunde erneut verschoben werden musste. Um 11.15 Uhr war es dann so weit. Der Renault V8 im Red Bull RB5 wurde zum ersten Mal gezündet.

Red Bull RB5: F1 Technik 2009 1:52 Min.

Nachteil der Testbeschränkung

Stardesigner Adrian Newey hat sich schon immer gerne Zeit gelassen. "Wir haben im April 2008 mit der Arbeit am RB5 begonnen. Bei so einer großen Regelreform willst du natürlich soviel wie möglich forschen. Wir haben uns die Zeit genommen, weil wir wussten, dass die Saison dieses Jahr drei Wochen später losgeht. Dass die Testfahrten derart eingeschränkt wurden, war zum Zeitpunkt unserer Entscheidung nicht bekannt. Das ist im Nachhinein sicher ein kleiner Nachteil." Vettel flachste: "Wir wussten schon vor einem Jahr, dass die Januar-Tests verregnet sein würden. Der Rückstand ist gar nicht so groß."
 
Red Bull geht mit dem RB5 gegen den Trend. Die Nase ist zwar wie alle anderen hoch, doch die Stelzen zum Frontflügel stehen eng zusammen. Newey legte mehr Wert auf die Flügelform. Er ist der einzige, der dem Frontflügel vom ersten Millimeter außerhalb des genormten Bereiches Konturen gab. Außen sorgt der Doppel-Flap für eine V-Form. Unter den Höckern verstecken sich die Umlenkhebel für die vorderen Dämpfer. "Das ist der Preis dafür, dass die Monocoques vorne immer weiter ansteigen, um unten genügend Luft durchzubringen", erklärt Newey.

Aufwändige Hinterradaufhängung

Der Clou des Autos ist die Hinterachse. Zum ersten Mal seit elf Jahren wurde wieder das Prinzip der Zugstrebentechnik angewandt. Das heißt, dass die Feder-Dämpfereinheit über eine Zugstange angesprochen wird. Newey begründet den Schritt mit aerodynamischen Zwängen: "Die Zugstangen sind schlanker als sonst die Druckstreben. Sie sorgen für weniger Verwirbelungen." Kein anderes Auto ist im Heck so tief. Die Seitenkästen fallen nach außen in zwei Wellen schräg ab. Das verbessert die Anströmung des unteren Heckflügelelements, das bei Red Bull gleichzeitig die Aufhängung für den Flügel selbst ist. Wie Toyota verzichtet auch Red Bull auf eine zentrale Stütze.

Was kann man von dem Auto erwarten? Selbst Teamchef Christian Horner weiß es nicht. "Alles beginnt bei Null. Wir wissen nicht, wo die anderen stehen, wir wissen nur, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben. Wir haben ein gutes Designteam, ein exzellentes Fahrerduo und der PS-Nachteil unseres Renault-Motors durfte über den Winter angeglichen werden. Es ist alles für eine gute Saison angerichtet."

RB5 im Video

Neben dem neuen Auto veröffentlichte Red Bull auch eine beeindruckende Computeranimation, in der Pilot Sebastian Vettel die neuen Regeln und die neue Technik der 2009er Boliden erklärt. Das Video können Sie sich im Bildfenster über den Reiter "Video" anschauen, oder im Bereich Web TV auf auto-motor-und-sport.de.

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