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Formel 1: Red Bull RB6 in Valencia präsentiert

Vettels neues Meisterauto für die Saison 2010?

Red Bull RB6 Foto: xpb 28 Bilder

Anderthalb Wochen nach den WM-Rivalen hat auch Red Bull seinen neuen F1-Renner namens RB6 für die Saison 2010 vorgestellt. Am Mittwoch (10.2.) zogen Sebastian Vettel und Mark Webber in Jerez gemeinsam das Tuch vom neuen RB6.

10.02.2010 Tobias Grüner

Der Red Bull RB6 hat endlich das Licht der Welt erblickt. Die kleine Zeremonie zum Auftakt zur zweiten Testwoche im spanischen Jerez wurde mit viel Spannung erwartet. Am Mittwochmorgen war es dann soweit: Das Pilotenduo Sebastian Vettel und Mark Webber lüfteten Stück für Stück das Geheimnis um die neueste Kreation von Stardesigner Adrian Newey.

Red Bull RB6: Evolution statt Revolution

Was unter dem Tuch zum Vorschein kam, war aber nicht die große Revolution, die man von einem Newey-Auto erwartet. Eher eine Evolution, die Vettel schon vor der Präsentation angekündigt hatte. Im Vorjahr konnte man die Fachwelt noch mit dem extravaganten RB5 begeistern, der sich prompt als schnellstes Auto im Feld erwies. Nur der Clou mit dem Doppeldiffusor wurde von Red Bull verschlafen, weshalb die Meisterschaft am Ende an die Konkurrenz von Brawn GP ging.

Damit das dieses Mal nicht wieder passiert, wurde das gesamte Auto um den so wichtigen Abtriebspender im Heck konstruiert. "Ein offensichtlicher Unterschied liegt darin, dass unser 2009er Auto nicht für einen Doppeldiffusor entwickelt wurde. Wir mussten ihn so gut es ging nachträglich einbauen. Bei diesem Auto konnten wir das von Beginn an ins Design einfließen lassen."

Modifiziert wurden außerdem die Aufhängung des Frontflügels sowie die Nase. Die zwei Höcker auf der Front sind nun noch ausgeprägter als im Vorjahr. 2009 war der Red Bull das erste Auto mit der mittlerweile in Mode gekommenen Welle auf der Schnauze.

Keine revolutionären Konzepte im RB6

"Der RB6 ist eine Weiterentwicklung des 2009er Autos. Wir haben eher versucht das Bestehende zu verbessern als neue Konzepte auszuprobieren. Im Ergebnis sieht das Auto ähnlich aus. Elemente vom Chassis oder die hintere Zugstreben-Dämpfung aus dem Vorjahr wurden beibehalten", erklärt Chefdesigner Adrian Newey.

"Die zwei größten Herausforderungen bestanden im größeren Tank und dem schmaleren Vorderreifen. Der Tank bedeutete mehr Arbeit, als einfach nur einen größeren einzubauen - es gibt nun eine höhere Belastung der Bremsen, weshalb die Bremskühlung angepasst werden musste. Außerdem mussten wir einberechnen, was für Auswirkungen das höhere Gewicht auf die Reifenabnutzung zu Beginn eines Rennens hat und wie wir darauf mechanisch reagieren können."

Renault-Power unter der Haube

Unter der verlängerten Motorhaube werkelt weiterhin ein Renault V8. Zum Ende der vergangenen Saison hatte es lange Überlegungen gegeben, ob man nicht den Motorenpartner wechseln solle. Die Alternativen Mercedes und Cosworth schieden am Ende aus verschiedenen Gründen aus, so dass man auch 2010 auf bewährtes Material setzt. Der Renault gilt zwar nicht als stärkster Motor im Feld, dafür ist der Verbrauch sehr konkurrenzfähig. Mit dem Nachtankverbot 2010 könnte das eine wichtige Trumpfkarte im Titelkampf sein.

Normalerweise gibt Vettel seinem neuen Auto immer einen Namen, der dann gut lesbar im Cockpit angebracht ist. Für den RB6 hat sich der Heppenheimer aber noch nichts einfallen lassen. "Ich bin noch am Überlegen", erklärte der Deutsche am Rande der Präsentation. Das Ziel für die neue Saison ist dagegen schon klar: "Da muss ich nicht lange nachdenken. Das war letztes Jahr schon klar: Weltmeister werden!"

Regen behindert Testauftakt

Nachdem Red Bull die ersten drei Testtage in Valencia sausen ließ, müssen Vettel und Webber in Jerez verlorenen Boden gutmachen. Der Auftakt fiel allerdings ins Wasser. Wegen Regenfällen am Morgen liefen die ersten Testrunden etwas langsamer als geplant ab. Noch vor der Mittagspause musste der Australier seinen neuen Dienstwagen zudem mit einem Defekt auf der Strecke abstellen.

Nachdem Webber am Mittwoch und Donnerstag seine ersten Runden gedreht hat, wird Vettel den Red Bull RB6 dann am Freitag und Samstag weiterentwickeln. Dann wird es auch zum ersten Aufeinandertreffen mit Michael Schumacher kommen.

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