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Red Bull RB9 im Detail

Die zehn Red Bull-Geheimnisse, Folge 3

Red Bull RB9 Frontflügel Foto: xpb 37 Bilder

Sebastian Vettel saß im besten Auto des Feldes. Adrian Neweys RB9 birgt nicht ein, sondern zehn Geheimnisse in sich. In fünf Folgen verraten wir Ihnen, wie viel Technik in diesem Red Bull steckt.

21.12.2013 Michael Schmidt

Seit vier Jahren dominiert Red Bull. Auch weil man das beste Auto im Feld hat. Urvater der Weltmeister-Autos von 2010, 2011, 2012 und 2013 ist der RB5 aus der Saison 2009. Das einzige Familienmitglied, das nicht den Titel holte. Aber auch das Auto, auf das Designer Adrian Newey am meisten stolz ist. Der scheidende Red Bull-Pilot Mark Webber führt das Erfolgsgeheimnis auf die Person Adrian Newey zurück: "Ein Rennauto ist immer ein Kompromiss. Adrian hat die Fähigkeit zu sehen, worauf es ankommt, an welcher Stelle er etwas wegnehmen muss, um anderswo umso mehr dafür zu bekommen. Das ist sein Erfolgsgeheimnis."

Ein Auto mit zehn Geheimnissen

Der Red Bull RB9 zeigt wie sein 54-jähriger Chefkonstrukteur tickt. Newey ist ein Extremist. Herausgekommen ist eine Komposition, die so überlegen war, wie selten ein Rennauto zuvor. Sebastian Vettel hat die Gabe, Neweys Technik-Geschenke in Perfektion umzusetzen. Am Anfang verwässerten die unberechenbaren Pirelli-Reifen das Siegerkonzept. Darum betrieb Red Bull eifrig Lobby-Arbeit für die Rückkehr der 2012er Konstruktionen. Was ab dem GP Ungarn passierte. Zusammen mit einer gewaltigen Aufrüstung zur Saisonmitte wurden Vettel und sein Red Bull nach der Sommerpause unschlagbar. Wir erklären Ihnen zehn Geheimnisse eines der besten Formel 1-Autos aller Zeiten. Heute der Heckflügel und das vernetzte Fahrwerk.

5. Der Heckflügel

Mercedes-Spione wollen anhand von TV-Bildern gesehen haben, dass sich nach dem gleichen Prinzip ab einem bestimmten Abtrieb der Flap nach hinten verbiegt. Das bringt Topspeed-Vorteile auf der Geraden. Und das würde erklären, dass Red Bull die Technik des passiven DRS nur mit mäßigem Interesse vorantreibt. Sebastian Vettel probierte das System beim ersten Barcelona-Test aus, stellte jedoch fest, dass die Strömung beim Bremsen zu lange brauchte, bis sie wieder am Flügel anlag.

6. Interaktives Fahrwerk mit Rollkontrolle

Der Red Bull RB9 lenkt giftig ein, hat aber trotzdem noch eine sagenhafte Traktion. Normalerweise kann ein Rennauto das eine besser als das andere. Ein Grund dafür ist das interaktive Fahrwerk, bei dem ein Hydraulikklreislauf alle vier Dämpfer und die beiden Stabilisatoren miteinander verbindet und je nach Vorspannung einer Feder dazwischen das Auto auf ein für die Aerodynamik optimiertes Niveau bringt.

Das haben zwar neun von elf Teams, doch Red Bull schaffte es als erstes Team, nicht nur die Nickbewegungen nach vorne und hinten abgefangen. Seit der Sommerpause werden auch die Rollbewegungen um die Längsachse gesteuert, indem die Stabilisatoren mal härter, mal weicher ansprechen. Mercedes war damit vor drei Jahren auf die Nase gefallen und unternimmt seit dem GP Indien einen zweiten Anlauf. Mit mehr Erfolg.

Wer die Rollbewegungen hinten so unter Kontrolle hält, dass die Räder immer perfekt aufliegen, hat einen Riesenvorteil bei der Traktion. Wer wie Red Bull an der Hinterachse mit viel Federweg fährt, zieht maximalen Nutzen aus einem vernetzten Fahrwerk, weil die großen Ausschläge mehr Spielraum beim Nivellieren des Autos geben.

Je mehr sich die Dämpfer und Stabilisatoren bewegen, umso mehr Energie kann an anderer Stelle im Kreislauf dazu verwendet werden, das Gegenteil zu tun. Merke: Das Reglement erlaubt keinen Input von außen. Alles muss innerhalb des Systems der Dämpfer und Stabilisatoren passieren.

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