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Red Bull-Reaktion auf VW-Diesel-Gate

VW-Deal löst sich in Rauch auf

Callum Ilott - Red Bull - Carlin Dallara F312 – Volkswagen - VW - Portimao - 2015 Foto: xpb 34 Bilder

In Singapur wurde noch wild über eine bevorstehende Allianz zwischen Red Bull und Volkswagen spekuliert. 2 Wochen später ist das Thema vom Tisch. Nach Aussage von Red Bull-Teamchef Christian Horner haben sich die Chancen einer Allianz mit VW in Rauch aufgelöst.

25.09.2015 Tobias Grüner

Wird Red Bull jemals einen Motorpartner finden, mit dem man auf Dauer glücklich wird? Hinter den Kulissen laufen aktuell harte Verhandlungen. Einerseits mit Renault, um die Trennung so geräuschlos wie möglich über die Bühne zu bekommen. Andererseits mit Ferrari, um möglichst schnell an die Pläne der Motoren für 2016 zu gelangen.

Beides befindet sich offenbar auf einem guten Weg. Das Ausstiegsszenario, mit dem Red Bull zuletzt offen kokettierte, scheint momentan eher unwahrscheinlich. Die einzige Frage lautet, was mit Toro Rosso passiert. Wenn Ferrari nicht zwei Teams mit dem aktuellen Aggregaten beliefern will, bekommt Toro Rosso entweder Ferrari-Motoren älteren Datums, oder Honda muss ein zweites Team beliefern.

Red Bulls gemeinsame Pläne mit Volkswagen

Das alles sollte aber wohl nur der Überbrückung eines langfristigen Motorenplans dienen. Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, dass Red Bull mit dem VW-Konzern über eine Kooperation verhandelte. Bereits seit 5 Jahren baggert Brausechef Dietrich Mateschitz in Wolfsburg. Jetzt offenbar mit Erfolg.

Die Marke Audi sollte in die Königsklasse gelockt werden und an der Seite von Red Bull zum Großangriff blasen, meldete der Fahrerlagerfunk. Wie die "Autobild" berichtete, soll in Ingolstadt sogar schon die Entscheidung gefallen sein, die DTM und das Le Mans-Programm aufzugeben und sich ab 2018 komplett auf die Königsklasse zu konzentrieren.

Beendet Diesel-Gate die Formel 1-Pläne?

Doch diese Pläne sind mittlerweile von der Realität eingeholt worden. Die Diesel-Affäre hat den Volkswagen-Konzern im Mark erschüttert. Es ist momentan kaum vorstellbar, dass sich der Konzern mit Milliarden-Strafen vor der Brust in naher Zukunft noch ein kostspieliges Formel 1-Abenteuer leisten wird.

Auch bei Red Bull-Teamchef Christian Horner scheint die Hoffnung zu schwinden, dass es zur Allianz mit VW kommt. "Da brauchen wir im nächsten Jahr wohl erst einmal nicht mehr drüber zu reden", erklärte der Engländer gegenüber auto motor und sport. Im Interview mit dem US-Sender NBCSN wurde Horner sogar noch deutlicher: "Die Chancen, dass es zu einem Deal zwischen Volkswagen und Red Bull kommt, haben sich vorerst in Rauch aufgelöst".

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