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Pleuelschaden bei Red Bull

Renault-Motor macht Sorgen im Finale

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 29 Bilder

Der Motorschaden von Sebastian Vettel in Korea sorgt vor den letzten beiden Saisonrennen für Unruhe im Red Bull-Lager. Genaue Analysen zeigten, dass ein defektes Pleuel schuld am Ausfall war. Die genaue Ursache dafür wird bei Renault aber noch gesucht.

29.10.2010 Tobias Grüner

Renault hat den Grund für den kapitalen Motorschaden bei Sebastian Vettel gefunden. Entgegen ersten Aussagen waren es nicht die Ventile sondern ein defektes Pleuel in Zylinder Nummer vier, der für den Ausfall in Korea sorgte. Der wahre Grund zeigte sich erst nach einer genaueren Inspektion in Frankreich. Renault selbst bezeichnet das Problem, das ohne Vorwarnung in den Telemetriedaten aufgetreten ist, als "ungewöhnlich".

Renault sucht noch nach genauer Ursache

Obwohl das V8-Aggregat bereits im dritten Rennen, also am Ende seiner Laufleistung angekommen war, habe der Defekt nichts mit dem Alter des Motors zu tun gehabt. Ein Motorschaden so spät in der Saison sollte Sebastian Vettel und Mark Webber zu denken geben. Eigentlich sollten im 17. von 19 Rennen alle Probleme des Triebwerks aussortiert sein. Nun muss aber Renault selbst zugeben, dass die genaue Ursache für den Pleuel-Defekt noch nicht gefunden sei.

Renault gibt sogar an, dass der Motor, der zuvor in Spa und am Hockenheimring im Einsatz war, immer unter dem Grenzbereich betrieben wurde und dabei keine besonderen Risiken eingegangen wurden. Der weitere Plan sieht vor, dass Sebastian Vettel in Brasilien den Motor einsetzt, der schon beim Highspeed-Festival von Monza und auf dem Stadtkurs von Singapur gelaufen ist. Dieser habe allerdings auch schon 1.066 Kilometer auf der Uhr.

Laufleistung und Drehzahl verringern?

Der Motorplatzer in Korea kam auch für Sebastian Vettel ohne Vorwarnung. Solange das Problem nicht genau lokalisiert ist, wird in den letzten beiden Rennen immer ein schlechtes Gefühl mitfahren. Wie Red Bull auf die erhöhte Gefahr reagiert, ist noch unklar. Es ist wahrscheinlich, dass die Laufleistung dritten Freien Training und im Qualifying auf ein Minimum reduziert wird. Möglich ist auch eine leichte Rücknahme der Drehzahl. Beides hilft den Chancen von Vettel sicherlich nicht.

Für das große Saisonfinale in Abu Dhabi hat man sicher den Motor reserviert, der die geringste Laufleistung aufweist. Vielleicht zieht man diesen auch kurzfristig für Brasilien vor, um etwas mehr Zeit für die Fehlersuche zu gewinnen.

Alonso ebenfalls mit Motorenproblemen

Ferrari-Konkurrent Fernando Alonso kann es nur recht sein, wenn bei Red Bull mal wieder der Fehlerteufel im Auto steckt. Dabei hat der neue WM-Spitzenreiter in dieser Saison selbst schon zwei Triebwerke verloren. Und beim Saisonstart in Bahrain litt ein V8 an Überhitzungserscheinungen und konnte anschließend nur noch im Training eingesetzt werden.

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