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Kein Foulspiel bei Red Bull

Ricciardo bekommt Renault-Upgrade

Daniel Ricciarco - Red Bull - GP Monaco 2016 Foto: xpb 105 Bilder

Red Bull hat Daniel Ricciardo erklärt, warum man ihn in Spanien auf eine Dreistopp-Taktik setzte. Keine Spur von Verschwörungstheorien. Stattdessen lobte der Australier die Leistung von Max Verstappen. In Monaco fährt das Auto mit der Startnummer 3 mit mehr Power.

25.05.2016 Michael Schmidt

Der typische Gesichtsausdruck von Daniel Ricciardo ist ein breites Lachen. Das war ihm nach dem GP Spanien gründlich vergangen. "Ich habe ihn noch nie so ernst gesehen wie da im Parc fermé", erzählt Sauber-Pilot Felipe Nasr. Ricciardo hatte den Sieg vor Augen und landete am Ende nur auf Platz 4. Die Schuld lag nicht bei ihm. Red Bull disponierte aus Angst vor einem Undercut von Sebastian Vettel auf drei Stopps um. Das hat den Australier den Sieg gekostet.

Normalerweise spielt man nicht mit dem Spitzenreiter Risiko. Strategie-Experten hatten daraus gemutmaßt, dass Red Bull einen Sieg von Max Verstappen wollte. Ricciardo winkt ab: "Da steckte keine Absicht dahinter. Klar, war ich nach dem Rennen enttäuscht. Ich hatte eine Chance auf den Sieg und lande am Ende nicht einmal auf dem Podium."

Red Bull konzentriert sich auf Vettel

In langen Gesprächen mit den Ingenieuren ließ sich Ricciardo davon überzeugen, dass der Taktikwechsel zu dem Zeitpunkt aus Sicht des Teams der beste Schachzug war. Nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung.

"Das Team hat sich auf Seb konzentriert. Er war für sie unser Hauptgegner. Da dachten sie, dass sie sich am besten mit 3 Stopps gegen ihn schützen könnten, um Undercuts zuvorzukommen. Es war vielleicht der richtige Gedanke, er hat aber nicht funktioniert."

Was der Red Bull-Kommandostand nicht ahnen konnte war, dass Ferrari den dritten Stint von Vettel so kurz halten würde. "Das hat mich das Podium gekostet. Sebs Reifen haben schnell nachgelassen, und ich kam nicht vorbei. So konnten wir nicht wie geplant zu Max und Verstappen aufschließen."

Preisfrage: Hätte Ricciardo eine Siegchance gehabt, wenn er gleich am Vettel vorbeikommen wäre? "Ich glaube nicht", bedauert der WM-Vierte. "Kimi hatte im Windschatten von Max DRS. Da wäre das Überholen noch schwerer geworden als bei Seb."

Renault-Motor-Upgrade für Ricciardo

Ricciardo hatte bis zu dem ominösen Boxenstopp in Runde 27 seinen Teamkollegen zwar ständig im Windschatten, und er hätte das Rennen mit zwei Stopps vermutlich auch gewonnen, doch der Sonnyboy aus Perth will Verstappens Premierensieg nicht schlechtreden.

"So oder so: Max ist ein super Rennen gefahren. Schon allein wie er die Reifen so lang am Leben gehalten und seine Führung verteidigt hat. Er wäre im schlechtesten Fall Dritter geworden. Auch das ist eine unglaubliche Leistung, dafür dass er zum ersten Mal in dem Auto gesessen ist." Angst er deshalb vor dem holländischen Wunderkind nicht: "Mein Selbstvertrauen ist immer noch intakt."

Vielleicht ist es ausgleichende Gerechtigkeit, dass Ricciardo in Monte Carlo das einzig verfügbare Exemplar des Renault Motor-Upgrades bekommt. "Es war immer klar, dass der in der WM besser platzierte Fahrer den Motor erhält, wenn es nur einen davon gibt. Das stand schon fest, bevor Max ins Team kam."

Wird es reichen damit die Mercedes herauszufordern? Ricciardo hat seine gute Laune wieder gewonnen: "Es ist ein klarer Schritt nach vorne. Gegen Mercedes zählt jedes PS. Aber ich glaube, um sie zu schlagen brauchen wir noch ein Upgrade."

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