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Red Bull schimpft auf Safety-Car

"Hätte den Typen am liebsten umgefahren"

Ricciardo & Vettel -  GP Singapur 2015 Foto: xpb 61 Bilder

Bei Red Bull wusste man nach dem Rennen von Singapur nicht genau, wie man Rang 2 von Daniel Ricciardo einordnen soll. Es war erst der zweite Podiumsplatz in dieser Saison. Aber gerne hätte man den ersten Sieg eingefahren.

20.09.2015 Tobias Grüner

Bei Red Bull wussten die Verantwortlichen, dass Ungarn und Singapur die besten Chancen in dieser Saison auf ein gutes Ergebnis sind. Und in beiden Rennen wurde man Zweiter. Jedes Mal hinter einem Ferrari. "Im letzten Jahr haben wir noch Siege gefeiert, wenn wir die Chancen hatten", sah Ricciardo die Silbermedaille mit gemischten Gefühlen.

Ricciardo und Vettel in eigener Liga

Sein Teamchef versuchte ihn aufzubauen: "Ricciardo und Vettel waren heute in einer eigenen Liga", lobte Christian Horner. "Wir haben gezeigt, dass das Auto gut funktioniert. Vor 2 Wochen haben wir noch gegen einen Sauber gekämpft, jetzt kämpfen wir um Siege und Pole Positions. Das zeigt, wie sehr die Strecke die Leistungsfähigkeit beeinflusst."

Die einzige Chance, Vettel zu knacken bestand in Singapur in der Strategie. Doch die beiden Safety-Car-Phasen kamen zum unpassenden Zeitpunkt. "Wir hätten sie sicher etwas mehr unter Druck setzen können. Wir konnten besser mit den Reifen haushalten und waren am Ende der Stints immer einen Tick schneller. Die Safety-Cars haben Ferrari Luft zum Atmen gegeben. Wir konnten sie nicht mit einem frühen Stopp unter Druck setzen. Das wäre wirklich interessant gewesen, wie es ohne Safety-Car ausgegangen wäre."

Ricciardo "bedankt" sich bei Flitzer

Auch Ricciardo zeigte sich wenig begeistert vom Anblick des Mercedes SLS von Bernd Mayländer: "Ich war wirklich frustriert, als das erste Safety-Car auf die Strecke kam. Aber ich wusste dass ich noch eine Chance beim zweiten Stopp habe. Doch dann kam noch ein Safety-Car. Danke an den Typen auf der Strecke. Ich hätte ihn am liebsten umgefahren. Beim letzten Stint auf den härteren Reifen war dann nichts mehr zu machen. Ich habe versucht, was ich konnte. Aber Überholen ist hier schwierig."

Vettel hatte während des Rennens seine Taktik versucht anzupassen. Zu Beginn legte er los wie die Feuerwehr. Im Mittelstint bremste er dann das Tempo. "Am Anfang macht Sebastian das immer so", erklärte Horner. "Er geht den ersten Stint schnell an und wenn er eine Lücke rausgefahren hat, fängt er an den Vorsprung zu verwalten. Er wusste nach dem ersten Stint, dass er verwundbar ist. Nach dem Restart ist er dann deutlich vorsichtiger angegangen. Trotzdem konnten wir ihm auch am Ende dieses Stints wieder näher kommen."

Ricciardo klaut Vettel schnellste Rennrunde

Immerhin einen kleinen Erfolg gegen Vettel konnte man im Red Bull-Lager feiern: "Ricciardo hat sich die schnellste Runde gesichert. Das gefällt Sebastian sicher nicht. Der wollte den Hattrick", grinste Horner.

War das nun die Wende in der WM? Kann Vettel doch noch um den Titel kämpfen? "Die Schwäche von Mercedes ist schwer zu verstehen", analysiert Horner. "Wenn das im nächsten Rennen auch noch so anhält, dann hat Ferrari eine Chance in der WM. Wenn wir wieder den Normalzustand haben, dann gibt es höchstens Außenseiterchancen."

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