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Red Bull schlägt Mercedes

Ricciardo top, Verstappen flop

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Monaco - Formel 1 - 28. Mai 2016 Foto: sutton-images.com 63 Bilder

Die eine Seite der Red Bull-Garage jubelte. Daniel Ricciardo hatte die Mercedes in einem offenen Kampf um die Pole Position in die Knie gezwungen. Gegenüber gab es lange Gesichter: Max Verstappen stopfte sein Auto schon im Q1 in die Mauer.

28.05.2016 Michael Schmidt 3 Kommentare

Red Bull hat etwas geschafft, das im Hybrid-Zeitalter vorher nur 2 Teams gelungen ist. Daniel Ricciardo schlug die Mercedes in einem offenen Kampf um die Pole Position. Das schafften lediglich Felipe Massa im Williams 2014 in Österreich und Sebastian Vettel im Ferrari 2015 in Singapur. Mit seiner Pole-Zeit von 1.13,622 Minuten schrammte der Australier hauchdünn am absoluten Rekord von Vettel aus dem Jahr 2011 vorbei. Es fehlten nur 66 Tausendstel.

Ricciardo sah seit seiner Donnerstag-Bestzeit wie einer aus, der die Mercedes herausfordern könnte. Er blieb auch im Q1 und Q2 immer in ihrer Nähe. Man hatte schon da das Gefühl, dass Ricciardo nicht alles ausgepackt hatte. Als er sich den Luxus leistete, am Ende des Q2 mit Supersoft-Reifen seine Ultrasoft-Zeit zu unterbieten, war klar mit wie viel Selbstvertrauen die Red Bull-Truppe agierte.

Ricciardo mit mehr Optionen bei der Strategie

Ricciardo schaffte die Vorgabe und darf nun mit der etwas härteren Reifenmischung im Rennen starten. Ob das nun eine Trumpfkarte oder ein unnötiges Risiko ist, darüber streiten sich die Gelehrten. Ricciardo sieht es als Vorteil: "So habe ich eine bisschen mehr Flexibilität bei der Strategie." Das könnte entscheidend sein, wenn das Wetter wie angekündigt unbeständig wird. Nach Aussage von Pirelli kommt man mit den Ultrasoft-Reifen ungefähr 25 Runden weit. Die Supersoft-Gummis sollten Ricciardo bis Runde 40 tragen.

Bei einem normalen Rennen hilft ihm das möglicherweise nicht viel. In Monte Carlo gewinnt der Undercut. Es bringt nichts, länger auf der Strecke auszuharren. Weil der frische Reifensatz zu viel Zeit bringt. Was Ricciardo in die Karten spielen könnte, ist, dass für die Spitzengruppe die Lücke zum Verfolgerfeld bis zum geplanten Boxenstopp nicht groß genug ist, um danach nicht in den Verkehr zu fallen. Da hätte der Australier dank seiner langlebigeren Reifen mehr Optionen.

Red Bull übte den Trick bereits im dritten Training. Da war klar, dass Ricciardo mit der Supersoft-Mischung den Speed hatte, das Q2 zu überstehen. Teamberater Helmut Marko kann die Konkurrenz nicht verstehen: "Wir dachten, dass die anderen auch auf diese Idee kommen."

Verstappen lenkt zu früh ein

Während die Crew von Ricciardo die erste Pole Position des dreifachen GP-Siegers ausgelassen feierte, kümmerte sich die Mannschaft von nebenan darum, den kaputten Red Bull mit der Startnummer 33 zu inspizieren. Max Verstappen hatte sein Auto ausgangs der zweiten Schwimmbad-Schikane in die Tecpro-Absperrungen gecrasht. Der Holländer touchierte zuvor mit dem rechten Vorderrad die Leitplanke. Dabei brach die Lenkstange. "Rosberg hatte auch einen Mauerkontakt, aber bei ihm blieb die Lenkung heil", entschuldigte Marko seinen Fahrer.

Verstappens Ärger war schnell verraucht. Es gehört zu den beeindruckenden Eigenschaften des Spanien-Siegers, dass er Enttäuschungen schnell wegstecken und sich sofort wieder auf das nächste Ziel konzentrieren kann. So erzählte er fast ein wenig amüsiert von seinem Fehler. "Ich war nicht am Limit. Sonst hätte ich für die Schikane später gebremst und damit auch später eingelenkt. Mein Fehler war, dass ich die Kurve zu früh anvisiert habe. Es ist natürlich dumm, wenn so etwas im Q1 mit einem Auto passiert, mit dem man auf die ersten 4 Startplätze fahren kann."

Verstappen wird nicht vom vorletzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Das Chassis wurde beim Aufprall in die Absperrungen so stark beschädigt, dass Red Bull aus dem Ersatzchassis ein neues Rennauto zusammenbaut. Damit startet der Holländer aus der Boxengasse. Mit dem Vorteil, bei Regen mit der Abstimmung reagieren zu können.

Verstappen glaubt, dass er auch bei trockener Bahn eine Chance hat in die Punkte zu fahren: "Wir haben ein schnelles Auto, mit dem wir überholen können. Dann brauchen wir entweder am Anfang oder am Ende des Rennens einen schnellen Stint."

Neuester Kommentar

Wohl nicht Verstanden warum nicht Riccardo in Spanien gewonnen hat?

Wäre Sainz oder Kvyat in Spanien im auto gesessen dann hätten Sie genauso gewonnen!

Verstappen hat Zukunft aber bitte auf dem Boden bleiben.

bschenker 28. Mai 2016, 23:37 Uhr
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