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Red Bull-Seitenhieb

Mercedes naiv im Fall Hamilton

Christian Horner - Red Bull - Formel 1 - 2016 Foto: Red Bull 70 Bilder

Bei Red Bull reagierte man mit Unverständnis über die Hamilton-Diskussionen. Teamchef Christian Horner bezeichnete es als „naiv“ zu glauben, dass der entthronte Weltmeister nicht alles versucht den Titel zu verteidigen.

29.11.2016 Tobias Grüner 4 Kommentare

Bei Red Bull gab es in Abu Dhabi nicht viel zu feiern. Zum ersten Mal seit dem GP Italien verpasste das Energy-Drink-Team wieder das Podium. Dabei lagen Daniel Ricciardo und Max Verstappen lange auf Kurs, bei der Dusche mit Rosenwasser dabei zu sein. Erst in den letzten Runden zog Sebastian Vettel noch vorbei.

„Wir haben Ferrari gezeigt, wie gut die Supersofts sind“, seufzte Teamchef Christian Horner anschließend. Mit der Strategie, beide Piloten früh zum letzten Stopp zu holen, zwang man Vettel die Taktik geradezu auf. „Durch die Verlangsamung von Lewis an der Spitze kam es darauf an, in den letzten Runden frische, weiche Reifen zu haben. Leider hatten wir keine frischen Sätze mehr übrig“, begründete Horner die Taktik.

Für den neuen Weltmeister hatte der Brite viel Lob übrig: „Er ist eine tolle Saison gefahren und ein würdiger Weltmeister. Das Manöver gegen Max war sehr mutig. Das Auto von Max ist nicht besonders leicht zu überholen. Das war ein entscheidender Moment in Nicos Rennen.“

Horner rechnete Fest mit Einbremstaktik

Dass Hamilton im Bummeltempo an der Spitze um die Strecke rollte, hatte der Teamchef schon in den Tagen zuvor prognostiziert: „Er hat bei seiner Taktik alle Regeln eingehalten. Das war wie bei einem Fußballspiel, bei dem ein Team den Ball in den eigenen Reihen hält, damit die anderen nicht angreifen können. Ich sehe nicht, dass er etwas verkehrt gemacht hätte.“

Dass Mercedes vorher nicht mit der Einbremstaktik gerechnet hat, ist für Horner unverständlich: „Es gab nur noch 2 Piloten, die Chancen auf den WM-Titel hatten. Es war doch offensichtlich, dass er es so macht. Es war naiv zu glauben, dass dieses Rennen anders laufen würde, bei dem was auf dem Spiel stand. Sie fahren beide im gleichen Auto um den Fahrer-Titel.“

Dass Hamilton nun der schwarze Peter zugeschoben wird, kann Horner nicht nachvollziehen: „Es war doch klar, der Rennsieg alleine für Lewis nicht ausreichen würde. Er ist mit dieser Taktik in das Wochenende gegangen, um sein Ziel zu erreichen. Er hat kein schmutziges Spiel gespielt. Es war ein taktisches Rennen. Es wäre unfair, ihn jetzt dafür zu kritisieren.“

Horner mit Seitenhieb gegen Wolff

Dass Mercedes seinem Piloten mehrmals während des Rennens befohlen hat, die Taktik zu ändern, veranlasste Horner zu einem scherzhaften Seitenhieb: „Wir wissen ja das Toto viele Dinge im Fahrerlager kontrollieren will, inklusive Fahrer von anderen Teams.“ Noch einmal zur Erinnerung: Wolff hatte vor dem Rennen in Sao Paulo Jos Verstappen angerufen und dabei die Fahrweise von Sohn Max im Titelkampf angesprochen.

Bei Red Bull hat man diese Affäre offenbar noch nicht vergessen. Horner verwies darauf, dass er die Einbremstaktik schon vorher angekündigt hatte: „Ich habe gehört, dass Toto angedeutet hat, dass Lewis mehr auf meinen Vorschlag gehört hat als auf seine Befehle. Vielleicht ist es besser, wenn man mal direkt mit einem Fahrer spricht und nicht mit seinem Vater.“

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Neuester Kommentar

Die wollen doch nur, dass Hamilton bei Mercedes das Handtuch wirft um Hamilton die Lust an seinem Team zu verderben und selbst im nächsten Jahr besser dazustehen. Halt, wie immer, lediglich eine Taktik von Mister "Multi 21"...

Potentat 30. November 2016, 21:29 Uhr
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