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Red Bull setzt auf Vettel

WM-Titel im Visier

Vettel & Marko Foto: Red Bull 16 Bilder

Red Bull hat seine Ziele neu definiert: Bereits in diesem Jahr will man den WM-Titel ins Visier nehmen. Eine wichtige Rolle spielt dabei Sebastian Vettel. Das Team soll um den 21-Jährigen aufgebaut werden.

08.05.2009 Michael Schmidt

Red Bull hat Blut geleckt. Man ist in der Fahrer- und der Konstrukteurswertung Zweiter in der Tabelle. "Eigentlich war unser Ziel, in die Top vier zu kommen", gibt Teamchef Christian Horner zu. "Jetzt haben sich unsere Ansprüche verschoben." Soll heißen: Der WM-Titel ist im Visier. Deshalb wurden Teile des für Monaco geplanten Aero-Pakets vorgezogen: ein neuer Frontflügel, als Leitbleche verkleidete Rückspiegelhalterungen, eine Modifikation am Heckflügel.

Noch Potenzial im Auto

Bis Freitagabend trafen mehrere Luftfrachten aus Milton Keynes in Barcelona ein. "Schöne billige Formel 1-Welt", spottete Teamberater Helmut Marko. Horner räumt ein: "Wir wollen jedes Rennen etwas Neues ans Auto bringen." In einem nächsten Schritt kommt die erste Version des doppelstöckigen Diffusors. In einem zweiten, vermutlich in Silverstone, die zweite, etwas extremere Version. KERS liegt auf Halde. "Im Moment bringt es keine Rundenzeit", sagt Aerodynamik-Guru Adrian Newey. "Erst wenn mehr als die Hälfte des Feldes damit fährt, müssen wir uns Gedanken machen."

Red Bull hat bislang seine technischen Korrekturen ohne Probleme ans Auto gebracht. "Die Korrelation von Windkanal, Simulation und Strecke funktioniert immer besser", freut sich Horner. Der jüngste Teamchef der Formel 1 ist vorsichtig optimistisch. Die Top-Teams will er noch nicht abschreiben. "Erst in Silverstone können wir Entwarnung geben. wenn sie bis dahin den Rückstand nicht aufgeholt haben, dann werden sie sich auf die Saison 2010 konzentrieren."
 
Die Hochform der Red Bull setzt in der Fabrik neue Kräfte frei. "Nach dem Doppelsieg in Shanghai hat jeder gewusst, dass es sich lohnt. Es ist jetzt eine andere Art von Erfolgsdruck. Jeder arbeitet freiwillig mehr. Wir haben Leute, die machen jede Woche Überstunden. Keiner beschwert sich."

Red Bull wird um Vettel herum aufgebaut

Ein Faktor, vielleicht sogar der wichtigste, ist laut Horner Sebastian Vettel. "Wir bauen das Team um ihn herum auf. So wie es Ferrari mit Michael Schumacher und Renault mit Fernando Alonso gemacht hat." Vettel habe den Speed und die Intelligenz, eine Mischung die in der Formel 1 die Ausnahmekönner auszeichnet. "Für einen 21-Jährigen hat er einen unheimlich reifen Kopf auf den Schultern", lobt Newey. "Du merkst es, wenn du dich mit ihm über das Auto unterhältst. Sein Feedback ist nicht das eines 21-Jährigen."
 
Horner glaubt, dass Vettel nur noch in puncto Erfahrung ein Defizit hat. "Die Kollision mit Kubica war vielleicht so eine Sache, die ihm in Zukunft nicht mehr passieren wird. Auch wenn wir weiter glauben, dass es ein normaler Rennunfall war. Wir hoffen nur, dass Sebastian die Punkte von Melbourne am Saisonende nicht fehlen." Er werde daraus lernen, ist Horner überzeugt. "Auch darin, dass er beim nächsten Mal etwas weniger ehrlich ist. Dadurch dass Sebastian die Schuld zunächst auf sich genommen hat, machte Kubica sofort ihn verantwortlich. Da haben sich die Sportkommissare gesagt: Den müssen wir bestrafen."

Effiziente Arbeit als Trumpf

Horner glaubt, dass der Red Bull RB5 mehr Potenzial hat als die direkten Gegner: "Brawn GP und Toyota haben schon weit entwickelte Doppeldiffusoren. Wir beginnen erst bei Null und haben deshalb mehr Spielraum als die Konkurrenz." Auch für die Zukunft sieht der Engländer rosige Zeiten anbrechen. "Je weniger Geld zur Verfügung steht, umso besser für die unabhängigen Teams. Was jetzt zählt, ist Innovation. Wir haben mit unserem Auto gezeigt, dass wir in dieser Disziplin gut sind."

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