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Red Bull sucht Motor

Zeitplan für 2016 am Limit

Daniil Kvyat - Red Bull - Formel 1 - GP Mexiko - 31. Oktober 2015 Foto: xpb 61 Bilder

Red Bull sucht immer noch nach einem Motorpartner für 2016. Die Zeit drängt. Ursprünglich wollte Dietrich Mateschitz bis Ende Oktober eine Lösung finden. Nun wurde die Deadline verlängert. Um zwei bis drei Wochen. Nach Aussagen von Teamchef Christian Horner befindet man sich jetzt genau am Limit, wenn das Auto zum ersten Test 2016 fertig werden soll.

03.11.2015 Tobias Grüner

Red Bull hatte in Mexiko hinter Mercedes das zweitschnellste Auto. Trotz der langen Geraden zeigten sich Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat überraschend konkurrenzfähig. In Sektor 2 und 3 war der RB11 eine Klasse für sich. Dort wo Abtrieb und mechanischer Grip gefragt sind, macht Red Bull keiner etwas vor.

Honda würde gerne Motoren liefern

Doch bei der weiter anhaltenden Motorsuche sind solch gute Leistungen kontraproduktiv. Weder Mercedes noch Ferrari will sein eigenes Werksteam von einem Kunden schlagen lassen. Nur Honda zeigt offen Interesse. "Ich glaube, sie würden gerne Motoren liefern", erklärte Teamchef Christian Horner nach dem Rennen in Mexiko. "Aber leider gibt es eine Vertragsklausel zwischen ihnen und McLaren, die nichts mit uns zu tun hat."

Mit Vertragsklausel meint Horner ein Vetorecht, das McLaren gegen die Lieferung von Honda-Motoren an andere Teams einlegen kann. Der Red Bull-Teamchef hat schon versucht, McLaren-Boss Ron Dennis in einem persönlichen Gespräch zu überreden, den Widerstand aufzugeben. "Aber seine Meinung ist ziemlich eindeutig."

Renault und Ferrari bleiben Optionen

Eine weitere Möglichkeit wäre die Rückkehr zu Renault. In Mexiko machten Gerüchte die Runde, dass Konzernboss Carlos Ghosn trotz aller Kritik in den letzten beiden Jahren bereit sein soll, Red Bull Triebwerke zu liefern, die aber nicht unter dem Namen Renault laufen. "Vielleicht gibt es ja noch andere Optionen", bügelte Horner die Frage nach der Rückkehr zu Renault ab.

Nach Informationen von auto motor und sport soll nun auch Ferrari nicht mehr ganz abgeneigt sein, Motoren zu liefern. Sergio Marchionne habe angedeutet, dass er im letzten Moment einspringen könnte, bevor alle Stricke reißen. Allerdings ist es fraglich, ob Ferrari die Kapazitäten besitzt, beide Red Bull-Teams zu beliefern.

Red Bull-Zeitplan für 2016 am Limit

Eins ist jedoch klar: Die Zeit wird nun immer knapper. Man befinde sich jetzt "genau am Limit", um mit dem Auto rechtzeitig zum ersten Test in Barcelona am 22. Februar fertig zu werden, so Horner. "Aber unser Team in Milton Keynes hat gezeigt, dass sie auch mit sehr engen Deadlines arbeiten kann. Ich bin sicher, dass wir es schaffen werden, wenn wir in den nächsten Wochen eine Lösung finden werden."

Viel Zeit bleibt nicht. "Wir haben die Frist noch einmal um zwei bis drei Wochen verlängert", sagte Firmenchef Dietrich Mateschitz nach dem GP Mexiko gegenüber speedweek.com. Seine ursprüngliche Deadline war Ende Oktober. Große Hoffnungen auf ein gutes V6-Triebwerk hat der Red Bull-Boss nicht. "Einen konkurrenzfähigen Motor gibt es für uns ohnehin nicht", wird er zitiert. Warum? "Die Werks-Rennställe fürchten und wissen, dass wir dann schneller sind." Eine weitere Spitze kann sich Mateschitz nicht verkneifen: "Schneid und Charakter kann man nicht kaufen."

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