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Red Bull WM-Taktik

Muss Vettel für Webber fahren?

Webber Horner GP Korea 2010 Foto: xpb 29 Bilder

Für Sebastian Vettel ist der WM-Traum möglicherweise ausgeträumt. Dem Heppenheimer fehlen 25 Punkte auf Fernando Alonso. Red Bull wird in Brasilien und Abu Dhabi alle Punkte auf Mark Webber setzen müssen. Vettel sagt trotzig: "Ich bin der Letzte, der aufgibt."

24.10.2010 Michael Schmidt

Für Sebastian Vettel war der Motorschaden von Korea im doppelten Sinn eine Niederlage. Der Deutsche hätte mit einem Sieg die WM-Führung übernommen, mit sieben Zählern Vorsprung vor Fernando Alonso und elf Punkten vor Mark Webber. So sackte der Heppenheimer auf Rang vier ab, und der Punktestand sagt jedem, der rechnen kann, dass Red Bull jetzt seine Karten auf Webber setzen muss.

Keine klare Aussagen bei Red Bull

Webber liegt elf Punkte hinter Alonso, Vettel schon 25. Teamchef Christian Horner drückt sich noch um eine klare Aussage herum: "Das Rennen in Korea hat gezeigt, wie schnell sich die WM drehen kann. Es gab in drei unterschiedlichen Phasen des Rennens drei unterschiedliche WM-Führende. Wir sind grausam aus unserer Hochstimmung nach dem Suzuka-Doppelsieg gerissen worden. Was in Korea geschehen ist, kann auch in Brasilien passiert. Wer sagt uns, ob diese WM nicht wieder kippt? Der Titel wird erst in der letzten Runde in Abu Dhabi vergeben."

Immerhin gab Horner zu, dass man jetzt auch bei Red Bull rechnen müsse. "Wir setzen uns jetzt zuhause erst einmal hin, rechnen alles durch und treffen dann je nach Rennsituation unsere Entscheidung." Vettel kann sich gegen einen Platztausch auf Befehl eigentlich nur wehren, wenn zwischen ihm und Webber ein Auto liegt. Trotzdem gibt der neue WM-Vierte nicht auf: "Ich kämpfe bis zum Schluss."

Whitmarsh zweifelt an klarer Marschrichtung

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh ist in einer ähnlichen Situation. Jenson Buttons Chancen sind mit 42 Punkten Rückstand nur noch theoretischer Natur. "Bei uns liegt die Taktik auf der Hand. Aber wir müssen unseren Fahrern eigentlich gar nichts sagen. Button wird Hamilton seine Hilfe freiwillig anbieten. Weil er weiß, dass wir ihn das ganze Jahr fair behandelt haben. Und weil er weiß, dass ihn nur noch ein Wunder retten kann."

Bei Red Bull ist sich Whitmarsh nicht so sicher. "Die Logik sagt, dass alle Karten auf Webber platziert werden. Doch in diesem Team schlägt das Herz für Vettel. Es gab schon soviel Unruhe bei Red Bull, dass ich mir eine klare Ansage vom Team nicht vorstellen kann."
 

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