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Red Bull Teamchef Christian Horner im Interview

"Vettel bot eine sensationelle Leistung"

GP China 2009 Foto: Daniel Reinhard 25 Bilder

Red Bull feiert das beste Trainingsergebnis der Teamgeschichte. Sebastian Vettel startet von der Pole Position, Mark Webber von Platz drei. Teamchef Christian Horner versucht die Sensation richtig einzuordnen.

18.04.2009 Michael Schmidt

Was sagt das Trainingsergebnis aus?
Horner: "Wir haben ein exzellentes Auto. Die Brawn GP sind zwar spritbereinigt schneller, doch den wahren Speed sieht man in der zweiten Qualifikationsrunde, wenn alle leer fahren. Da lagen unsere Autos vorne."
 
Braucht Red Bull den Doppel-Diffusor gar nicht?
Horner: "Wir sind auch ohne schnell, doch wir können diese Entwicklung nicht ignorieren. Sie eröffnet völlig neue Wege. Der Unterboden ist ein unheimlich wichtiges Teil am Auto. Wenn der doppelstöckige Diffusor gut ins Gesamtkonzept des Autos integriert ist, bringt das einen großen Schritt nach vorne."

Wann wird es soweit sein?
Horner: "Wir hoffen auf Monte Carlo. Bei unserem Auto muss man das Getriebe und die Hinterachse modifizieren, um einen doppelten Boden unterzubringen."
 
Die Fahrt auf die Pole Position ging nicht ohne Herzklopfen ab?
Horner: "Wir mussten im Morgentraining früh aufhören, weil in beiden Autos die Antriebswellen gebrochen waren. Das ist uns bei 6.000 Testkilometern kein einziges Mal passiert. Weil es neue Komponenten waren, hatten wir eine faule Produktionsserie im Verdacht. Wir bauten deshalb für die Qualifikation Exemplare älteren Datums ein. Als Vettel vom ersten Versuch zurückkam, drückte es wieder Fett aus der Manschette der Antriebswelle. Bei Webber war alles okay. Deshalb haben wir bei Sebastian entschieden, dass er nur ein Minimum an Runden fährt, damit die Antriebswelle hält. Bei seinen Stopps haben wir immer wieder Fett nachgefüllt."

Können Sie den Schaden bis zum Rennen beheben?
Horner: "Da ein offensichtlicher Schaden vorliegt, dürfen wir ihn unter Aufsicht im Parc Fermé reparieren. Leider kennen wir immer noch nicht den genauen Grund für die Probleme. Mit diesem Unsicherheitsfaktor müssen wir morgen im Rennen leben."
 
Unter den Umständen ist die Bestzeit eine Überraschung.
Horner: "Sebastian bot eine sensationelle Leistung. Er hat dem Druck, immer nur einen Versuch zu haben, und dabei vorsichtig mit dem Auto umzugehen, standgehalten und auf den Punkt die optimale Leistung gebracht. Der Junge ist unheimlich abgeklärt."

Setzt er die Mannschaft stark unter Druck?
Horner: "Vettel hat einen klugen Kopf auf den jungen Schultern. Er hat ein gutes Gespür dafür, wann er etwas einfordern kann und wann er sich zurückhalten muss. Für uns ist er ein Geschenk. Er treibt nämlich auch Mark Webber zu besseren Leistungen."

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