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Red Bull-Teamchef Christian Horner

WM-Titel noch längst nicht abgeschrieben

Vettel & Horner Foto: Red Bull 64 Bilder

Trotz des mittlerweile beachtlichen Rückstandes von 28 Punkten auf WM-Spitzenreiter Jenson Button will Christian Horner den WM-Titel noch nicht abschreiben. Brawn GP bleibt weiter der Hauptkonkurrent.

26.05.2009 Tobias Grüner

Monte Carlo war der erste Rückschlag für Red Bull in diesem Jahr. Während das Team in den Rennen zuvor immer weiter zu Brawn GP aufschließen konnte, waren die Bullen im Fürstentum nur dritte Kraft: "Die Plätze fünf und sechs wären das Optimum gewesen. Leider war Ferrari hier das ganze Wochenende schneller als wir", erklärte Teamchef Christian Horner nach dem Rennen.

Um die Italiener zu schlagen, versuchte es Red Bull bei Sebastian Vettel mit einer Harakiri-Strategie im Qualifying. Der Heppenheimer wurde im letzten Segment mit so wenig Sprit betankt, dass er im Rennen gerade einmal zwölf Runden überlebt hätte. Das Risiko zahlte sich allerdings nicht aus. Vettel blieb in der Qualifikation im Verkehr stecken und musste sich mit Startplatz vier zufrieden geben.

Versuch Ferrari unter Druck zu setzen

"Ich würde die aggressive Strategie nicht als Fehler bezeichnen. Wir mussten etwas versuchen, um vielleicht einen Ferrari hinter uns zu lassen.", rechtfertigte Horner die riskante Taktik. Der nächste Strategie-Lapsus unterlief dem Team, als es den Deutschen schon am Start mit weichen Gummis ausstattete. "Die haben leider nicht so lange gehalten, wie wir dachten. Deshalb mussten wir den ersten Boxenstopp vorziehen." Vettel ging schon in Runde zehn zum Service, um endlich härtere Gummis abzuholen. Beim Versuch, verlorenen Boden wieder gutzumachen krachte der selbsternannte WM-Kandidat dann in Runde 16 in der Sainte Devote-Kurve in den Reifenstapel.

Bei Teamkollege Mark Webber wählte das Team eine konservative Strategie. "Mark hatte am Ende des Rennens deutlich weniger Probleme mit den weichen Reifen. Er ist ein gutes Rennen gefahren und hat mit Platz fünf das bestmögliche Resultat erzielt." Webber profitierte davon, dass mit jeder Runde mehr Gummi auf die Bahn kam. Damit hielten die weichen Reifen gegen Rennende deutlich länger als beim Teamkollegen.

WM-Zug noch nicht abgefahren

Mit dem Doppelsieg von Brawn GP und weiteren zehn Punkten für Jenson Button vergrößerte sich der Rückstand von Vettel nun schon auf 28 Punkte. "Wir geben uns im Kampf um den WM-Titel erst geschlagen, wenn es rechnerisch nicht mehr möglich ist", erklärte Horner trotzig. "Wir haben hier ein schlechtes Wochenende erlebt, aber es kommen auch wieder Strecken, die uns besser liegen." Auch über das Nervenkostüm von Youngster Vettel macht sich Horner keine Sorge: "Er ist unglaublich reif und kann mit Rückschlägen gut umgehen. Außerdem liegt der Druck nicht auf ihm, sondern auf Brawn GP. Die haben viel mehr zu verlieren."

Hoffnung macht auch der neuen Doppeldiffusor. Der in Monaco erstmals eingesetzte Abtriebspender konnte auf dem engen und langsamen Kurs im Fürstentum noch nicht sein Potenzial zeigen. "In der Türkei sollte es aber schon wieder besser laufen. Und in Silverstone mit den vielen schnellen Kurven erwarte ich uns besonders stark", so die Kampfansage von Horner für die nächsten Rennen.

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