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Red Bull unter Druck

Kippt Vettel-Siegesserie in Montreal?

Sebastian Vettel GP Kanada 2011 Foto: xpb 37 Bilder

Montreal ist nicht unbedingt eine Red Bull-Strecke. Deshalb gehen McLaren und Ferrari mit großen Hoffnungen in den GP Kanada. Die Konkurrenz fährt nach dem Motto: Wenn nicht hier - wo dann?

10.06.2011 Michael Schmidt

Bis jetzt war Red Bull auf allen Strecken eine Macht. Egal ob Malaysia oder Monaco, ob Melbourne oder Barcelona: Am Ende lag immer ein Red Bull vorne. In Montreal könnte sich das ändern. Zumindest auf dem Papier ist die Strecke auf der Ile de Notre Dame kein Red Bull freundliches Terrain.

Mark Webber zählt die Punkte auf, die gegen einen Red Bull-Sieg sprechen könnten: "Es gibt nur langsame Kurven, viele Geraden, und wir fahren weniger Abtrieb als normal." Sebastian Vettel wirft deshalb nicht die Flinte ins Korn. "Die Geraden sind nicht ideal für uns, aber es gibt auch Stellen, wo wir gut sein werden." Zum Beispiel die Beschleunigungszonen. Kein Auto hat eine vergleichbar gute Traktion wie der Red Bull.

Hamilton will Gaspedal sprechen lassen

Lewis Hamilton gibt sich vorsichtig optimistisch, die Red Bull-Serie endlich knacken zu können. "Ich bin nicht Muhammed Ali, der vorher große Ankündigungen macht. Da lasse ich lieber das Gaspedal sprechen." Auch wenn die Papierform eher für McLaren als für Red Bull spricht, will sich Hamilton nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. "Die Red Bull waren bis jetzt auf jedem Streckentyp schnell. Deshalb sollte man sie nicht unterschätzen. Ich hoffe deshalb, dass unser Rückstand hier etwas geringer ausfällt." Immerhin gibt der Vorjahressieger zu: "Wenn überhaupt, dann sind unsere Chancen in Montreal am größten."

Auch Fernando Alonso lässt sich nicht aus der Reserve locken. Obwohl die weichen Reifen Ferrari wie in Monte Carlo besser aussehen lassen werden als sie eigentlich sind. Obwohl die Aerodynamik in den Vollgaspassagen nicht die ganz große Rolle spielt. "Wir werden näher dran sein als sonst. Aber die ersten sechs Rennen haben gezeigt, dass Red Bull und McLaren überall stark sind. Es könnte für das Podest reichen, mehr wird schwierig. Unter normalen Umständen können wir zurzeit kein Rennen gewinnen."

Alonso hofft auf ungewöhnliches Rennen

Wenn man dem Wetterbericht glauben darf, dann herrschen am Renntag vielleicht keine normalen Bedingungen. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 60 Prozent. Alonso hat in Bezug auf das Wetter keine Wünsche. "Ich habe mit Regen kein Problem. Alles was von der Norm abweicht, kann unsere Situation nur verbessern."

Da schwingt auch die Hoffnung mit, am Sonntag vielleicht mit einem taktischen Coup zu gewinnen. "Das Überholen wird hier deutlich einfacher werden als in Monte Carlo. Deshalb tut ein zusätzlicher Boxenstopp nicht weh, wenn er dir bessere Rundenzeit garantiert. Ich glaube nicht, dass man hier mit einem Einstopprennen gewinnen kann. Wenn Vettel in Montreal mit so alten Reifen herumfährt wie in Monaco, wird er höchstens Achter oder Neunter."

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