Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Red Bull verbietet Vettel Ferrari-Test

"Da ist der Hintern-Faktor noch frisch"

Sebastian Vettel - GP Abu Dhabi 2014 Foto: Red Bull 93 Bilder

Sebastian Vettel war ratlos. In allen Trainingssitzung lag er vor Daniel Ricciardo. Doch in der Qualifikation erkannte er seinen Red Bull nicht wieder. Dazu weiterer Ärger: Red Bull untersagte ihm, nächste Woche für Ferrari zu testen. Teamberater Helmut Marko erklärt: "Warum sollen wir einem direkten Konkurrenten einen Vorteil verschaffen?"

22.11.2014 Michael Schmidt

Es war ein Traum, der nicht Wirklichkeit wird. Sebastian Vettel wollte am Dienstag und Mittwoch nach dem Saisonfinale zum ersten Mal in einem Ferrari sitzen. Doch Red Bull ließ den vierfachen Weltmeister nicht aus seinem Vertrag. Und der endet exakt fünf Tage nach dem GP Abu Dhabi.

Sebastian Vettel zeigte sich enttäuscht: "Die Ingenieure hatten plötzlich Panik, ich könnte Geheimnisse mit zu Ferrari tragen. Wenn ich das wollte, kann ich das auch noch im Januar."

Teamberater Helmut Marko erklärt, warum Red Bull in der Ferrari-Frage hart bleibt: "Wir können nicht einem direkten Konkurrenten einen Vorteil verschaffen. Wenn Sebastian nur ein paar Tage nach dem letzten Rennen in einem Ferrari sitzt, hat er einen direkten Vergleich. Da ist der Hintern-Faktor noch frisch. Fährt er erst im Februar für Ferrari, kann er ihnen auch weniger Informationen liefern."

Quali-Strafe für Vettel und Ricciardo?

Auch am letzten Trainingstag des Jahres lief es für Vettel nicht rund. Der dreimalige Abu Dhabi-Sieger startet nur von Platz 6 und steht damit zum zwölften Mal in dieser Saison hinter Teamkollege Daniel Ricciardo.

Das ist besonders ärgerlich, weil Vettel den Australier in allen freien Trainingssitzungen im Griff hatte. "Irgendwie hat das Auto in der Qualifikation die Balance verloren. Das Heck ist von Anfang bis Ende der Runde weggeschmiert. Außerdem war ich auf der Geraden langsamer als im freien Training."

Vettel wunderte sich, dass er trotz den kühleren Temperaturen nicht profitieren konnte. "Alle anderen wurden eine Sekunde schneller, nur ich nicht." Tatsächlich war Vettel im Q3 sogar zwei Zehntel langsamer als im dritten Training, das unter praller Sonne stattfand. Die Asphalttemperatur lag da um 15 Grad höher als in den Abendstunden. "Wir haben bis jetzt keine Ahnung, warum das so ist. Es ist eines der großen Fragezeichen, warum sich unser Auto nicht immer konstant anfühlt."

Daniel Ricciardo hat eine mögliche Erklärung dafür, warum er im Abschlusstraining die Kurve bekommen hat: "Wir haben uns bei der Abstimmung des Autos voll auf die kühleren Bedingungen konzentriert. Außerdem war ich in den freien Trainings mit meinem Auto nicht so happy wie Seb. Ich habe deshalb mehr ändern lassen. Vielleicht hat das geholfen."

Nach dem Qualifying gab es auch noch Ärger für beide Red Bull-Piloten von der FIA. Die Frontflügel der RB10 von Vettel und Ricciardo stehen unter Verdacht, sich im Luftstrom zu stark zu verbiegen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden