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Red Bull

Vettels Spiel mit seinen Gegnern

Sebastian Vettel GP Singapur 2011 Foto: xpb 53 Bilder

Sebastian Vettel war so überlegen, dass er mit seinen Gegnern spielen konnte. Auch als Jenson Button im Finale stark aufkam, gab es im Red Bull-Cockpit keinen Alarm. "Wir hatten alles unter Kontrolle", winkt Vettel ab. Auch eine Beinahe-Kollision mit Heikki Kovalainen in der Box.

25.09.2011 Michael Schmidt

Es war Sebastian Vettels erster Start/Ziel-Sieg in diesem Jahr. Keiner kam in seine Nähe. Der kleinste Vorsprung auf seine Verfolger wurde im Ziel gemessen. Vettel kreuzte die Ziellinie 1,7 Sekunden vor Jenson Button. "Aber nur, weil ich aus Versehen zu früh vom Gas gegangen bin." Vettel hatte schon in der Startrunde die Moral der Gegner geknackt. Nach einem Umlauf betrug sein Vorsprung auf Button 2,5 Sekunden. Nach neun Runden war der Abstand schon im zweistelligen Bereich. Eine Runde bevor das Safety-Car nach dem Schumacher-Crash ausrückte, meldete der Zeitcomputer 18,3 Sekunden Guthaben auf Button.

Sicherheits-Boxenstopp bei Vettel

Beim Re-Start profitierte Vettel von drei langsamen Fahrzeugen zwischen sich und dem McLaren. Jarno Trulli, Vitantonio Liuzzi und Kamui Kobayashi waren der ideale Puffer, um sich in einer Runde mit 8,9 Sekunden von Button abzusetzen und sich dafür zu entschädigen, dass ihm das Safety-Car einen riesigen Vorsprung gestohlen hatte. "Vettel setzte seine Nadelstiche genau dann, wenn es nötig war", lobte Teamberater Helmut Marko. "Mit seinen schnellen Runden gleich nach den Starts hat er den anderen den Zahn gezogen."

Vettel war nicht nur der Schnellste und Konstanteste im Feld, er ging auch am pfleglichsten mit seinen Reifen um. "Den letzten Reifenwechsel hätten wir uns sparen können", verriet Marko. Red Bull holte Vettel nur an die Box, weil Button im Finale noch einmal auf die Marke "supersoft" gewechselt hatte. Das Team musste nachziehen, für den Fall dass noch ein zweites Safety-Car gekommen wäre.

Vettel kontert Buttons Schlussattacke

In den letzten zehn Runden holte Button stark auf. Von 12,3 auf 6,5 Sekunden. Vettel war bereits im Schongang unterwegs. Spritsparen war angesagt. Button hatte das schon früher im Rennen erledigt, als er sich keine Hoffnungen machen durfte, Vettel je einzuholen.

Als das Duo an der Spitze aber vier Runden vor Schluss auf einen Pulk von drei Fahrzeugen auflief, die alle mit sich selbst und ihren eigenen Duellen beschäftigt waren, drehte der Beinahe-Weltmeister die Einstellungen von Motor und Kers wieder auf den Modus "Attacke". Vettel musste als erster die Nachzügler überrunden. Eine Runde später hatte sich Buttons Rückstand auf 3,7 Sekunden reduziert. Vettel wurde trotzdem nicht nervös: "Ich wusste ja, dass Jenson da auch noch durchmusste und ich immer einen Schritt vor ihm dran sein würde."

Kovalainen gefährdet Sieg

Nur die schnellste Rennrunde hätte der neunfache Saisonsieger noch gerne geholt. "Vergiss es. Ankommen ist wichtiger", hatte ihm das Team über Funk mitgeteilt. Ihr Fahrer hatte alles, Button nichts zu verlieren. So schnappte er Vettel die schnellste Runde noch weg. "Du hättest es sowieso nicht geschafft", grinste ihn Button an. "Sei dir da nicht sicher", gab Vettel zurück.

Nur einmal war Vettels Sieg kurz in Gefahr. Als ihm nach dem letzten Boxenstopp Heikki Kovalainen vor die Nase fuhr. Was auf den TV-Kameras ziemlich dramatisch aussah, war aus Sicht von Vettel halb so wild. "Ich war darauf gefasst, dass Heikki vor mir aus der Box kommen könnte und habe deshalb den Lollipop-Mann von Lotus beobachtet. Heikki kann nichts dafür. Er fährt los, wenn er losgeschickt wird. Für mich kam es nicht überraschend."

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