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Red Bull vor Wechsel zu Renault

Foto: Daniel Reinhard

Red Bull-Berater Gerhard Berger verhandelt mit Renault um die Lieferung von Motoren für 2007. Verlierer der Aktion wäre nicht Red Bulls gegenwärtiger Motorenpartner Ferrari sondern Cosworth. Für die Briten wird die Luft in der Formel 1 immer dünner.

20.06.2006 Markus Stier

Eigentlich hat Red Bull Racing für 2007 einen gültigen Motorenvertrag mit Ferrari, doch das hindert Team-Berater Gerhard Berger nicht daran, seine Fühler nach Renault auszustrecken. Mehrmals besuchte Berger Renault-Teamchef Flavio Briatore. "Wir müssen in alle Richtungen arbeiten", sagt der Österreicher. Briatore signalisiert, dass Kundenmotoren aus seiner Fabrikation etwa zwölf Millionen Dollar jährlich kosten. Ferrari soll etwa 20 Millionen Dollar aufrufen.

Das Geld ist für Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz aber das geringere Problem. Seine Ingenieure wundern sich, dass die Ferrari-Motoren in den eigenen Autos angeblich 500 Umdrehungen pro Minute weniger drehen als in den roten Rennern.

Cosworth ohne Partner?

Zum Red Bull-Imperium gehört auch Toro Rosso, dorthin will Berger die Ferrari-Motoren umleiten. Da beide Teams unter einer gemeinsamen Holding operieren, bliebe der Vertragspartner für Ferrari nach Red Bull-Sichtweise der gleiche. Gewinner wäre auch Gerhard Berger, der 50 Prozent Anteile an Toro Rosso hält.

Opfer der Rochade wäre Cosworth, die bisher für geschätzte sechs Millionen Dollar Zehnzylinder an Toro Rosso liefern. FIA-Präsident Max Mosley hat Toro Rosso schon signalisiert, dass er es nicht gern sähe, wenn es auch 2007 ein Team gäbe, das noch nach dem 2005er Motorenreglement antritt. Sollte Williams endlich mit Toyota einig werden, hat Cosworth keinen Kunden mehr. Letzter Ausweg, um in der Formel 1 zu bleiben, wäre MF1.

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