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Red Bull vs. McLaren

Ein Duell um die Ehrenplätze

Mark Webber - Lewis Hamilton  - Formel 1 - GP China - 15. April 2012 Foto: xpb 22 Bilder

Red Bull gegen McLaren. Dieses Duell ging einmal um den Sieg. Am Tag, als Nico Rosberg gewann, blieben für die beiden Topteams des letzten Jahres nur noch die Ehrenplätze. Die zwei McLaren kamen vor den beiden Red Bull ins Ziel.

15.04.2012 Michael Schmidt

Schon die Startplätze waren ungewöhnlich. Fünf und sieben für Jenson Button und Lewis Hamilton. Sechs und elf für Mark Webber und Sebastian Vettel. Von der Ausgangsbasis her können McLaren und Red Bull mit dem Rennergebnis zufrieden sein. Sie belegten im Ziel die Positionen zwei bis fünf. Man kann es auch so rechnen: McLaren hatte beim Start 16 Punkte und im Ziel 33. Red Bull steigerte sich zwischen Start und Zielflagge von acht auf 22 Zähler.

Unterschiedliche Taktiken

Es war ein turbulentes Rennen, dass die einstigen Großmächte der Formel 1 immer wieder zusammenführte. McLaren spielte mit zwei Dreistoppstrategien die sichere Karte. Red Bull fuhr mit drei Stopps für Webber und zwei für Vettel zweigleisig.

"Wir hatten wegen unserer schlechten Startplätze von Anfang an mit unterschiedlichen Taktiken geplant", gab Teamberater Helmut Marko zu. Nach der ersten Runde war dieser Plan ein Muss. Webber lag auf Platz 9, Vettel auf Rang 14. Die McLaren-Piloten nahmen da bereits die Positionen drei und fünf ein.

Vettel verlor beim Start drei Plätze. "Mir kam in der ersten Kurve ein Williams in die Quere. Der hatte sich mit einem anderen Auto verhakt." Webber biss sich sechs Runden lang an Fernando Alonso fest. Dann holte ihn Red Bull an die Box und eröffnete so den Reigen der Boxenstopps. Webbers Rekordrunden danach zwangen McLaren zum Handeln. Sie kamen früher an die Box als geplant. "Wir hatten immer ein Auge auf Webber", gibt McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh zu. "Aber der Abbau der Reifen im ersten Turn war auch größer als erwartet."

McLaren auf drei Stopps festgelegt

Während Red Bull seine Fahrer nach ihrem ersten Stopp auf harten Reifen auf die Reise schickte, wählte McLaren ein zweites Mal weich. "Damit haben wir uns die Möglichkeit zu einem Zweistopprennen verbaut", übte Whitmarsh Selbstkritik. Drei Stopps bedeuten, dass die Fahrer immer wieder in den Verkehr fallen. "Überholen war heute ein Problem", konstatierte der McLaren-Chef. "Neben der Ideallinie lagen so viele Reifenschnipsel, dass man dort nicht hinfahren konnte, um einen Fahrer vor dir auszubremsen. Es gab teilweise nur eine Spur. Außerdem sind wir ganz am Ende der langen Geraden knapp in den Begrenzer gefahren. Unsere Fahrer haben ihr Bestes getan."

Button fügte noch hinzu. "Wenn du in einem Pulk liegst, fahren alle bis auf den ersten in DRS-Stellung. Du musst warten, bis alle vor dir den Spitzenreiter geknackt haben. Das war mein Problem mit Vettel. Solange er nicht an Kimi vorbei war, konnte ich nichts tun."

Neue Perspektive für Vettel

Sebastian Vettel verzweifelte im Verkehr. "Ich lief auf der Geraden dauernd in den Begrenzer. Und wenn du hinter anderen herfahren musst, gehen die Reifen schneller kaputt." Der Weltmeister war mit seiner Zweistoppstrategie bis auf Platz zwei vorgestoßen, doch sein letzter Reifensatz musste 25 Runden lang halten. Teamkollege Webbers Reifen waren drei, die von Hamilton sieben und die von Button acht Runden jünger.

"Zum Schluss ist mir der linke Vorderreifen eingebrochen. Du hast keine Chance dich zu wehren. Schau dir Kimi Räikkönen an. Den hat es noch schlimmer getroffen." In den letzten fünf Runden musste Vettel noch drei Plätze an Button, Hamilton und Webber abgeben. Webber stieß in der vorletzten Runde an Vettel vorbei. Marko: "Wäre er ein bisschen weniger abgeflogen, hätte es vielleicht noch zu einem Platz weiter vorne gereicht."

Button strauchelt an der Box

Während Lewis Hamilton die Zweikämpfe im Pulk genoß, haderte Jenson Button damit, dass sein letzter Stopp wegen einer festgeklemmten Radmutter links hinten 9,7 Sekunden dauerte. Das warf ihn hinter einen Pulk mit Felipe Massa, Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel zurück. Alles Fahrer, die nur zwei Mal gestoppt haben. "Ich habe viel Zeit in den Boxen verloren und noch mehr hinter dieser Gruppe. Als ich endlich vorbei war, hatten die Reifen gelitten. In den ersten drei Turns war ich dagegen richtig schnell unterwegs."

Ob er ohne das Boxenpech gewonnen hätte? "Schwer zu sagen", zuckte der WM-Zweite die Schultern. "Ich wäre Nico auf jeden Fall näher gekommen." Whitmarsh glaubt nicht, dass sein Fahrer eine Chance gehabt hätte."Rosberg konnte ein höheres Tempo gehen, als wir es gedacht hatten."

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