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Red Bull

Wettrennen zwischen Renault und Cosworth

Red Bull Foto: Red Bull 61 Bilder

Red Bull will die Motorenfrage vor dem Finale in Abu Dhabi klären. Da McLaren weiter die Mercedes-Motoren blockiert, muss sich der Vize-Weltmeister für den augenblicklichen Lieferanten Renault oder Neuling Cosworth entscheiden. Es ist eine Wahl zwischen PS und Benzinverbrauch.

20.10.2009

Die Motorenfrage wird für Red Bull zur unendlichen Geschichte. Eigentlich wollte man sich bis zum GP Brasilien festlegen und hat nun die Entscheidung noch einmal um 14 Tage aufgeschoben. Inzwischen gab die FIA Mercedes grünes Licht, ein viertes Team zu beliefern, doch das Veto von McLaren bleibt weiter bestehen.

Red Bull läuft die Zeit davon

McLaren-Direktor Ron Dennis vertröstete Red Bull auf die Klärung der Frage, ob Mercedes zu Brawn GP überläuft. Das kann noch Wochen dauern. "Uns läuft da die Zeit davon", gibt Red Bull-Berater Helmut Marko zu.
 
Deshalb läuft es auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Renault und Cosworth hinaus. Renault legt sich mächtig ins Zeug, damit Red Bull den Auftrag verlängert. Dem Team winkt ein bekömmlicher Sponsorendeal mit Kraftstofflieferant Total. Bei Cosworth gibt es nur Motoren. Doch die werden aus technischer Sicht immer interessanter. Angeblich verspricht Cosworth seiner Kundschaft 15 PS mehr als bei Mercedes. Als einziger Motorenhersteller darf Cosworth bis zum 1.Mai 2010 an seinem Triebwerk Entwicklungsarbeit betreiben.

Auch Standfestigkeit und Spritverbrauch spielen eine Rolle
 
Red Bull-Designer Adrian Newey stattete der Firma aus Northampton bereits einen Besuch ab. Nico Rosberg warnt jedoch vor allzu großem Optimismus beim Thema Cosworth, selbst wenn die kolportierten PS-Zahlen stimmen. "Die Motorleistung ist eine Sache. Aber auch der Spritverbrauch und die Standfestigkeit spielen 2010 eine große Rolle. Es ist für Cosworth unheimlich schwierig, alle drei Disziplinen in der Kürze der Zeit zu lösen."
 
Renault hat seit dem Motorendebakel von Valencia viel an seinen Triebwerken gearbeitet. Der Ärger mit den Kurbelwellenlagern ist im Griff. Das zu geringe Lagerspiel bei einigen Exemplaren wurde sofort nach Valencia bei allen noch frischen Triebwerken auf ein sicheres Maß korrigiert. Seitdem gab es keine Klagen mehr. Sebastian Vettel ist nach zweieinhalb verregneten Freitagstrainings mit seinen Motoren wieder im Soll. Er muss nicht mehr Kilometer sparen.
 
Der Einsatzmotor von Interlagos hatte schon Monza und Suzuka auf der Kurbelwelle. Für Abu Dhabi wird das Triebwerk eingebaut, das in Spa Premiere feierte und in Singapur den zweiten Grand Prix abspulte. Vor dem dritten Einsatz haben beiden Motoren knapp über 1.900 Kilometer auf der Uhr. "Der Leistungsverlust der Motoren bei längerer Laufzeit ist bei Renault nicht so groß wie bei anderen", weiß Teamchef Christian Horner zu berichten.

Der Renault-Motor steht besser da als der Mercedes-Motor

Renault hat auch viel am Spritverbrauch gearbeitet. Bei Red Bull glaubt man, dass die französischen Achtzylinder in dieser Disziplin auf dem Niveau von Mercedes, wenn nicht sogar schon besser sind. Ein Beispiel: Mark Webber hatte beim Start 5,5 Kilogramm mehr Benzin an Bord als Rubens Barrichello. Er kam aber mit der ersten Tankfüllung fünf Runden weiter als der Brasilianer. Pro Runde wird in Interlagos 1,8 Kilogramm Benzin verbrannt. Bei fünf Runden Differenz hätte Webber bei identischem Verbrauch also neun Kilogramm mehr im Tank haben müssen.
 
Auch wenn man einrechnet, dass Webber im Windschatten des Brawn GP mehr Benzin sparen konnte als Barrichello, dass der Red Bull auf etwas weniger Abtrieb getrimmt war und deshalb weniger Luftwiderstand bot und dass Brawn GP mit einer konservativen Restmenge an die Tankstelle kommt, steht Webbers Renault V8 besser da als Barrichellos Mercedes-Achtzylinder.

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