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Red Bull will Entscheidung im August

Muss Räikkönen Simulator fahren?

Räikkönen & Vettel - Formel 1 2013 Foto: ams 93 Bilder

Red Bull will in der Sommerpause über die Nachfolge von Mark Webber entscheiden. Helmut Marko erklärte nun, dass man einen Fahrer für die nächsten 3 Jahre sucht, der auch Simulator-Arbeit absolviert. Das klingt nicht nach Kimi Räikkönen.

09.07.2013 Tobias Grüner

Die Personalie Kimi Räikkönen ist das heißeste Thema auf dem Fahrermarkt. Red Bull und Lotus streiten sich weiter um die Dienste des schnellen Finnen, der aktuell auf Rang 3 der Fahrerwertung liegt. Doch eine Entscheidung rückt immer näher. Red Bull drängt darauf, die Personal-Frage bis zum Rennen in Spa zu klären.

Red Bull drängt Räikkönen zu schneller Entscheidung

"Die Entscheidung fällt in der Sommerpause. Budapest ist der Beginn der Sommerpause. Spa ist Ende der Sommerpause. Also fällt sie irgendwann im August", stellte Team-Berater Helmut Marko im Red Bull-Haussender ServusTV klar. Lotus drängt den Finnen nicht zu einer schnellen Unterschrift. "Kimi will eine Entscheidung so spät wie möglich", erklärte Teambesitzer Gerard Lopez am Nüburgring. "Das ist okay für uns. So tickt er halt. Das ist keine Überraschung."

Unklar ist immer noch, welche Faktoren für Räikkönens Entscheidung am wichtigsten sind. "Kimi war letztes Jahr wohl der drittbestbezahlte Fahrer in der Formel 1. Ich bin sicher, es geht ihm nicht ums Geld", so Lopez. Der Luxemburger rechnet damit, dass sein Team den Finnen zum Bleiben überreden kann. "Meiner Meinung nach, sind die Chancen hoch, dass wir ihn halten. Wir kennen ihn gut. Ich spreche mit ihm jede Woche."

Welches Auto ist 2014 besser?

Das Problem: Weder Lotus noch Red Bull können dem Iceman versprechen, in der nächsten Saison in einem Siegerauto zu sitzen. "2014 ist ein Jahr, in dem sich viel ändern wird. Kimi will sicherstellen, dass er in einem Auto sitzt, das gute Möglichkeiten hat, von Anfang an um Siege zu kämpfen. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir aber nicht, was passiert. Durch die neuen Motoren kann es zu riesigen Zeitabständen kommen", gibt Lopez zu.

Bei Lotus ist man sich aber sicher, dass man in Sachen Entwicklungskapazität mit den anderen Top-Teams mithalten kann. "Kimi kennt unsere technischen Fähigkeiten. Unser Abstand zu Red Bull war in den letzten Rennen 2012 genauso groß wie zu Beginn der Saison", so Lopez.

Wenn Geld und Technik nicht den Ausschlag geben, bleibt nur noch der Wohlfühl-Faktor. Der spricht laut Lopez eindeutig für Lotus: "Wir haben hier eine gewisse Kultur im Team, die Kimi mag. Wenn wir Ihn zeitlich zu sehr in Anspruch nehmen würden, hätte er nicht so viel Spaß hier. Und bei anderen Teams vor uns hatte er keinen Spaß. Es ist das richtige Team für den Mensch Kimi Räikkönen. Wir müssen nun sicherstellen, dass es das richtige Team für den Rennfahrer Kimi Räikkönen ist."

Gute Argumente auch für Red Bull

Aber auch Konkurrent Red Bull kann einige gute Argumente vorweisen. Das Team verfügt über ein höheres Budgtet, hat drei Mal in Folge den Titel gewonnen und mit Sebastian Vettel sitzt im zweiten Auto ein dreifacher Weltmeister. Freunde von Räikkönen berichten, dass sich der Iceman gerne mit den besten Fahrern der Welt vergleichen will. Und als Messlatte ist Romain Grosjean sicher nicht so attraktiv wie ein Sebastian Vettel.

Als Alternative zu Räikkönen hat Red Bull nur einen seiner Junioren. Aber weder Daniel Ricciardo noch Jean-Eric Vergne haben bisher die nötige Konstanz gezeigt. "Du brauchst zwei starke Fahrer, damit Du die Konstrukteursmeisterschaft gewinnst", gibt auch Helmut Marko zu. "Das Gegenteil ist Ferrari, wo man alleine auf Alonso setzt und die Fahrermeisterschaft. Wir wollen aber beides."

Red Bull will Vertrag über drei Jahre

Der Österreicher erklärte, dass man bei der Fahrerfrage die Qual der Wahl habe. "Es gibt fast niemanden, der nicht bei uns fahren will." Die Kandidaten müssen einige Kriterien erfüllen. So sucht Red Bull nicht nur einen Fahrer für die nächste Saison sondern eine langfristige Lösung. "Es soll nicht nur für ein Jahr, sondern für die nächsten drei Jahre sein. Diese Kontinuität zeichnet uns als Team aus", so Marko.

Was Kimi Räikkönen nicht gefallen dürfte: Red Bull legt auch Wert auf die Arbeit außerhalb der Strecke. Hier hat er bei Lotus deutlich mehr Freiheiten. "Die Simulator-Arbeit und die wahnsinnig vielen technischen Briefings müssen von beiden Fahrern wahrgenommen werden", so Marko. Da die Simulator-Arbeit auf der Liste von Kimis Lieblingsbeschäftigungen aber irgendwo zwischen Wurzelbehandlung und Presse-Interviews liegt, muss Red Bull da wohl noch etwas Überzeugungsarbeit leisten.

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