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Red Bull wieder zweite Kraft

Elektrik stiehlt Ricciardo dritten Platz

Daniil Kvyat - Red Bull - GP Belgien 2015 Foto: xpb 68 Bilder

Red Bull ist nun auch auf Power-Strecken wieder eine Macht. Daniel Ricciardo wäre in Spa ohne technische Probleme Dritter geworden. Daniil Kvyat fuhr von Startplatz 12 auf Rang 4. Im Augenblick hat der Vize-Weltmeister des Vorjahres Ferrari als zweite Kraft abgelöst.

26.08.2015 Michael Schmidt

Red Bull ist jetzt auch auf Power-Strecken bei der Musik. Weil das Auto seit dem GP England wieder funktioniert und nur noch die Mercedes so viel Abtrieb über das Chassis generieren.

Das ist immer dann ein Joker, wenn die kleinen Flügel ans Auto müssen. Da schwindet auch das Handikap des Renault-Motors. Red Bull fuhr beim GP Belgien nicht mal die kleinsten Flügel im Angebot. Und hatte vom Speed her Ferrari klar im Griff.

Daniel Ricciardo hat einen Monza-Flügel am Freitag probiert, war damit auch schneller als Daniil Kvyat mit dem Spa-Flügel, fühlte sich aber nicht hundertprozentig wohl mit so wenig Anpressdruck.

"Wir haben uns aus zwei Gründen für die Spa-Variante entschieden", erklärte Teamberater Helmut Marko mit einem Schmunzeln im Gesicht. "Erstens gab es für den Sonntag eine kleine Chance auf Regen. Zweitens kam Daniel ein Mal quer durch Eau Rouge. Ich glaube, er hat beschlossen, dass das eine Mal genug ist."

Kvyat mit bestem Top-Speed Überholkönig

Einziges Fragezeichen war, warum Red Bull auf den weichen Reifen nur 0,9 Sekunden schneller war als mit den Mediums. Alle andere legten 1,5 Sekunden zu. Möglicherweise nimmt der RB11 die weicheren Sohlen ein bisschen zu hart her, kann dafür die härtere Mischung problemlos in sein Arbeitsfenster bringen. Eine Abstimmungsänderung mit ein bisschen weniger Anpressdruck auf der Vorderachse, schaffte teilweise Abhilfe.

Ricciardo nahm im Rennen Kurs auf das Podium. Er war mit der gleichen Taktik unterwegs, die Kvyat später noch zu einem grandiosen Schlussspurt und Platz 4 verhalf. Der Russe war mit 6 Überholmanövern der aggressivste Fahrer im Feld.

Er erzielte mit 345 km/h auch den höchsten Top-Speed. Marko lobte seine Strategen: "Es war genau richtig, den harten Reifen in die Mitte des Rennen zu legen. So konnten wir am Ende mit den weichen Reifen angreifen. Ricciardo wäre locker Dritter geworden, hätte es ihm nicht den Motor abgestellt."

Renault-Motor passt zu Spa

Ausnahmsweise lieferte Renault mal kaum Anlass zu Klagen. Einer der wenigen Pluspunkte des Triebwerk ist es, viel Power über die MGU-K zu generieren. Und die braucht man in Spa, weil wegen der Streckenlänge von 7,004 Kilometern der Saft der Batterie für eine komplette Runde nicht ausreicht. Nicht einmal bei Mercedes. Ein Ingenieur aus den Reihen der Silberhemden verriet: "Ab Kurve 16 kommt von der Batterie nichts mehr."

Dann muss das System auf die MGU-H umschalten. Doch deren direkten Energietransfer gibt es nicht umsonst. Er nimmt dem Verbrennungsmotor unter Betrieb der heißen Elektromaschine MGU-H wegen des Abgasgegendrucks Power weg. Ricciardo bestätigte, dass Renault in der Disziplin noch am besten ist: "Das so genannte Clipping kommt bei uns in Spa nicht eher als sonst."

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